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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 68

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 68 (sequence 74)
Language
German
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68 Einen direkten Beweis seiner Sckriftgelehrsamkeit hätten wir, wenn ein zu Nehardea 2) lehrender und dort mit Akiba diskutierender Neehemja als Davidide1) zu betrachten wäre, *) jebamot 122a, 115a r. Akiba sagte: כשיריתי לנהרדע^ לעבר את השנה מצאתי נחמיה איש בית דלי• Nach Crochmai (Schoi. 84 cf. 80) unter anderen wäre unter Bet ״Deli“ ״mein Haus“ das david. Haus zu verstehen oder doch wenigstens 4בית דוךימ‘ zu lesen. ״Neehemja“ ist nun allerdings oft nur eine Nebenform von ״Nachum“ (vergl. חנמח u• חנון Frankels Mntschr. 1882 S, 224 A. 1) aber ״Bet Deli“ ist ohne Frage das bekannte zwischen Tibnin und Safet liegende Städtchen dieses Namens, heute Wady ed Dalieh (Hamburger ״Encykl.“ II, 108) aus dem Neehemja also stammte. 2) Nehardea scheint indessen, trotzdem der von Akiba in Nehardea getroffene Nehemia verschieden von unserem Nachum ist, doch auch der Wohnort dieses letzteren gewesen zu sein, wie es denn auch als uralte Haupt- Stadt des jüd. Babyl. (Jos. ant. 12) die Residenz der folgenden Reschglutha fast immer gewesen zu sein scheint, bis auf R. Aschi’s Zeiten (siehe unten). Es kommt unter den Namensformen Nehardea, Nearda, Naarda oder Naharra (cf. tabula Peutingeriana cf. Assemani ״bibl. or.“ II, 419 Pauly ״Realeneyklopädie“ zu ״Naarda.“ Es lag am Königskanal (Nahar Malka Berliner Beitrag zur Geogr.) und ist weder mit dem nicht weit entfernten Anbar noch mit dem ebenso nahe gelegenen Firisabora (פירלס שבור b0i Scherira W. S. 19 בי שבור Der. 59b) zu identifieieren (so Männert vergl. Fürst ״Orient“ 1849 S. 804 Anm. 4). Denn um 639 erscheinen bei Ass. II, 419 Nehardea und Firisabora als Bischofssitze neben einander; u. Anbar ist viel eher identisch mit Pumbaditha (Benj. v. Tudela Itin ed. Asher I, 53 cf. 69 לאנבר היא פומבדיתא אשר בנהרדעא über die Lesart Grätz iv, Note 49), das bedeutend südlicher als Neharda lag (Grätz 1. c.). Schon desshalb kann Firuzschabur nicht gleich Pumbaditha sein, wie behauptet worden ist, weil nach Sch. in Juchasin 88b. das akad. Kollegium מפומבדיתא um 590 auswanderten nach “מסביבות נהררעא למדינת דפירהשבור.• vielmehr bildeten Anbar, Pumbaditha (die auch nicht gradezu mit einander zu identificieren sind, cf. Grätz 1. c.) Firuzschabur (das Anbar sehr nahe gelegen haben muss nach Ass. II 1. c., wo in der Rangordnung der nestorianischen Bischöfe der Erzbischof von Anbar oder Firisabora erscheint s. auch Fürst 1. c. Grätz 1. c. cf. Nöldeke ״Tabari“ 58 Anm. 5) mit andern Berliner ״Beitr.“ S. 23 genannten Städten nur eine in einem engen Gebiet belegene Städtegruppe und gehörten wie Pumbaditha (Berliner s. v.), Schafjatib u. a. zum Nehardeensischen Kreisgebiet. (Zu ״Schafjatib“ vergl. Meg. 29, und Raschi das s. v. בבנישתא דשף יתיב בנהרדעא m der Synagoge von Schafjatib in Nehardea cf. die oben angeführte Stelle aus Benj. v. Tudela). Die Auffassung Berliners ״Beitr.“ 48 u. Anm. 2 von Schafjatib als des

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