Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2418846-2418861--1772-2420667- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
56 als Sohn Schemajah’s ben Schechanja auch unter den Davididen von Chronik I, 3, 22 wiederfinden.* 1) Hieraus ergibt sich indessen nur, dass Davididen noch zu Esra’s Zeit in Babylonien weilten, vielleicht aus Palästina zurückgekehrt, wahrscheinlicher unbeteiligt an der ersten Emigration unter Serubabel, keineswegs aber ergibt sich daraus, dass Serubabel selbst zurückgekehrt ist.1) Aus den glaubwürdigen Quellen ist also die Rückkehr Serubabels nach Babylon ebensowenig wie die Meschullam’s zu folgern. Aber beide Traditionen haben nicht allein keine Quelle für sich, sondern eine besser verbürgte als sie es sind, gegen sich. Nach dem breviarium Philonis (über dass, die Ausführungen von Herzfeld I, 581 f. III, 396 f., erschienen ist es Amst. 1512 u. 1552 (die letztere citiert Herzfeld, ferner auch abgedruckt im 52. Kap. des ״Meor-Enajim“ v. Asaria de Rossi) wurde nämlich dem Königssohn Serubabel (Enkel des Jechonja) wie seinen Söhnen Meschullam und Chananja eine fürstliche Stellung in Judaea eingeräumt unter dem Titel נגיד, שר oder רישא , in der sich das david. Geschlecht lange erhielt, bis dasselbe, nachdem es sich in den Befreiungskriegen zu unbe־־ deutend gezeigt, um die Führung der Freiheitskämpfer zu übernehmen, durch die glänzenden Makkabäersiege ganz in den Hintergrund gedrängt wurde, und das ״ Volksherz ogtuma (ducatus populi vergl. 71Q0ora6(a u. 1jZQoozccTrjg Jos. ant. 12, 4, 2.) auf die Makkabäer überging. (Cf. Brev. Philonis ״Praefuerunt autem populo duces ex domo David et sacerdotes ex Levi seorsum usque ad tempora Asmonaea et de his LXX seniores sic in scriptis reliquerunt . . . .“ Mox secuti Asmonai simul cum pontificatu etiam ducatum a domo ״David subripuerunt“ u. s. w.) Die Authentie dieses Berichtes wird neben seiner 1j Wenn, wie Bertheau (Comm. z. Chron. S. 30 f.) meint, die Chron. I, 3, 21 genannten Sühne Schechanja’s u. s. w. Enkel d. Chananjah sind, so ist Chatusch sogar ein direkter Nachkomme Serubabels im 5ten Geschl. Aber daun kämen auf jedes Geschl. (zu 30 J. ger.) nur 14 Jahre. Yergl. Herzfeld I, 378. Der dort ausgesprochenen Ansicht, ״die Söhne des Arnan, Obadja, Refaja u. Schechanja sind wohl lauter davidische Familien, deren Abkunft der Chronist näher angeben nicht konnte oder nicht wollte“ ist aus dem obigen Grund unbedingt beizupflichten. Cf. auch Movers ״Untersuch. z. Chron.“ S. 29, Keil ״Comm." 43.