Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 45)
- Language
- German
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39 unmöglich machen mussten, umsomehr, als schon die ältesten Drucke beinahe denselben verdorbenen Text bieten (auch die relativ beste v. Zakuto 1581 (so erteilt Meyer bei Steinschneider fasste Stelle ist ein Glossem aus Chron. I, 3, V. 17,18. ״Und die Söhne Jechonja’s Schealtiel s. Sohn und Malkiram und Pedaja. 38 beträgt die Anzahl der dort genannten männl. Nachkommen Jechonja's (Seine 7 Söhne, 2 S. Pedaja’s, 7 Serubabels, 6 Chananja’s, Schemaja, 5 S. Schemaja’s, 3 Nearja's, 7 Eljoenai’s). Eine Glosse ist auch die Notiz, dass Huna II ״begraben sei im heiligen Lande neben Chija rabba.“ Der ganze Passus oder die letzten 3 Worte ״bei Chija rabba“ beruht wahrscheinlich auf einer ähnl. Yerwechselung, wie sie in Bezug auf Huna I schon im Talmud angetroffen wird, nämlich mit dem Gelehrten dieses Namens, der 297 f und nach Palästina gebracht ward. Indessen enthält er nichts undenkbares (S. oben S. 31 weiter unten). 6) Yon Achaschwerosch heisst es in den gew. Texten (S. Anm.) und es hörte auf die Arbeit am Heiligtum und er wollte Israel ausrotten, aber Gott rottete ihn aus und Haman den Bösewicht. Statt der bezeichneten Stelle steht im Par. Ms. nur ״u. er starb.“ Dass A. vor dem Zuge Esra’s gestorben sei, wodurch erst der Zug Esra’s möglich ward, scheinen beide Yersionen zu sagen. Ich halte indess, wenn auch beides so dem Seder Olam 18a geradezu widerspricht, das, wie früher erwähnt, die Grundlage d. S. 0. s. in der bibl. Chronolog. bildete, die erste, die von dem Tod des Achaschwerosch als einer göttl. Strafe spricht, wovon weder das S. 0. noch eine andere Quelle etwas weiss, für offenbar aus dem ומ,ק des Ms. P. und dem Bericht d. S. 0. von Haman herausgedichtet. 7) Eine Glosse, die sonderbarste von allen, hat von den mir vorliegenden Ausgaben nur die Amsterdamer von 1717 (nach Zunz G. V. 139 Anm. a, auch die Krakauer (v. 165b - 168b, mit Juchasin abgedruckt), nämlich (Amst. S. 127a) eine Erklärung von Raschi, noch dazu ausdrücklich als solche bezeichnet פידש״י 8 •בעוד הביח קיים) Die Hauptaera, nach der im kleinen Chronikon gerechnet wird, ist neben der seleucidischen die der Tempelzerstörung (68 n. Chr. nach Juden und Syrern.) Die letztere (über sie vergl. Hamburger Encykl. I, S. 1078) wird bei sämmtlichen chronolog. Bestimmungen der Zeit nach 68 n. gebraucht. (Vergleiche S. 0. s. Amsterdam 1711 S. 21b, 22 a, b, Siehe unten.) Neben ihr kommen sehr häufig Schöpfungsdaten vor, aber stets von anderen Zeitbestimmungen begleitet. Da die Schöpfungsaera, wie bekannt, nachweislich erst 946 von Sabbathai Donolo in Italien (Zunz G. V. 362 Anm. d, Grätz Y, 356, Hamburger das. A. 13) und ״Tana de be Eliahu“ (Zunz G. Y. 114 Anm. h, Grätz Y, 1. c., Hamburger 1. e.) um 974 gebraucht wird und erst im 16. Jahrh zur allgemeinen Anwendung kam (Hamburger cf. 1. c.), so hat Rapoport im Kerem Chemed V, 198 und nach ihm Zunz (G. V. 139 Ä. a) diese Daten als Interpolationen betrachten zu müssen geglaubt, wohl mit Recht, wenn dieselben im kl. Chron. de» Angaben nach anderen Aeren parallel laufen. Wo sie dagegen z. Bsp. bei