Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 46)
- Language
- German
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40 ״Cat. d. Bodl.“, dieichnicht zu Gesicht bekommen habe, ist wenn die Amsterd. Ausg. v. 1617 ein Abdruck von ihr ist (Steinschneider L c.) wenig besser). Handschriften habe ich nur zwei angegeben gefunden. Wenn die eine ziemlich wertlos ist (Ms. Oxford hebr. E. 8, von dem mir Herr Dr. Neubauer mitteilt, ״Papier 17te Jahrh., späte span. Schrift;“ die wenigen Varianten v. d. Drucken sind in der Ausgabe angegeben cf. oben S. 22 Anm, 2 unten z. krit. Ausg. und Anm. das.), so haben wir in dem bisher ganz unbeachtet gebliebenen Pariser Codex Nr. 1279 nach Mitteilungen Herrn Isidor Loebs an mich ebenfalls ״moderne italienische Schrift, Papier nicht Pergament,“ ein äusserst schätzbares Hülfsmittel für die Herstellung des uns so überaus fehlerhaft und verworren überlieferten Textes. Eine hohe, wenn auch nicht entfernt die gleiche Wichtigkeit hat hierfür das schon länger bekannte, aber wenig benutzte Excerpt Zakuto’s aus dem kl. Chronikon, [dasselbe ist nach Grätz IX, 18 um 1504, nach Filipowski um 1506 als ein Teil der kompilatorischen Chronik (Juchasin, zuerst, aber unvoll־ ständig herausgegeben von dem Arzt Samuel Schulam um 1566 vergl. Grätz IX, 418, komplett erst von Filipowski aus einem Ms. der Bodleiana 1857 ediert) Zakuto’s verfasst worden.] Dasselbe hat einen im wesentlichen mit dem Ms. P. übereinstimmenden Text in ziemlich freier Weise wiedergegeben, ja zuweilen mit anderen Lesefrüchten ohne genaue Scheidung kombiniert.Bei seinerBenutzung istdesshalb einige Vorsicht geboten.1) Bestimmung des Erlöschens des prophetischen Geistes, sich ohne Parallelangaben finden, ist der glossat. Charakter der betr. Notiz fraglich cf. Aboda 8. 86. Ueber die Aeren im allgem. s. Harkavy ״Altjüd. Denkmäler aus der Krimm“ S. 160—163 und 284—285 in ״Berliners Magazin“ Bd. 6, S. 124, der im zuerst genannten Werke Rapoport mit Unrecht entgegentritt. 0 Alles Nähere s. oben S. 7 und unten z. Ausg. Das Pariser Manuscript, das mir bei meiner Arbeit (namentlich dem 3ten Teil derselben von grösstem Nutzen war und so manche Conjekturen, zu denen ich in der mühevollsten Weise gelangt war, überflüssig machte oder bestätigte, erlangte ich erst nach längeren Bemühungen durch Herrn Loeb, Secretär der All. isr. in Paris. Es ist mir eine angenehme Pflicht, für die freundliche Bereitwiiligkeit, mit welcher dieser hochverehrte Gelehrte meinem Wunsche entsprochen hat, auch hier öffentlich den innigsten Dank kundzugeben.