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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 37

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 37 (sequence 43)
Language
German
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37 S. O. s. verweist ״Tabari* S. 425) stimmt, wohl ohne es zu wissen, genau mit dem S. O. s. überein. (Das Seder Tannaim we Amoraim (cf. Brüll II, S. 14 Anna.) gibt nur an, dass Firuz (פירח מלך פרסיים) getödtet worden sei um das Jahr 793 herum (— 482 Chr.) Diese kurze Prüfung der angeführten Iristor« Notizen, auf die wir später zum teil genauer eingehen werden, hat uns von dem Wert derselben überzeugt. Sie werden also nicht als Zusätze des Bearbeiters des Stammbaums, sondern als Bestandteile desselben anzusehen sein.1) (Man vergleiche auch den oben (S, 32) für diese Annahme angeführten Grund.) Es erscheint ferner die Aulfassung gerechtfertigt, dass ihre Entstellungszeit nicht sehr viel später als die Ereignisse selbst fällt. Sie, wie die einzelnen Glieder der Stammtafel werden von Zeit zu Zeit in dieser zur Aufzeichnung gelangt sein. Die Uebereinstimmung dieser letzteren mit sonstigen Quellen von Belang wird die Einzeluntersuchung im dritten Abschnitt, der die Successionsliste festzustellen und das dürftige biographische Material zusammenzustellen versuchen wird, nachweisen. In Fällen, wo dies nicht möglich sein sollte, werden wir das S. 0. s., dessen Grundlage für die Fürstengeschichte, soweit dieselbe nicht in der Chronik oder der Mar Sutrasage gegeben ist, wir als durchaus zuverlässig erkannt haben, mit seinen Relationen den abweichenden vorziehen. Der Irrtum, dass man solche Widersprüche mit anderen Angaben als häufig annahm, während sie in Wahrheit kaum vorhanden sind, entstand 1j Die auffallende Erscheinung, dass ausser den oben genannten drei (s. oben S. 31 A. 5) keine Notiz sich auf die Keschgluthafamilie zu beziehen scheint, während doch Stammtafelnotizen den Charakter der Familienchronik zu haben pflegen, ist wohl aus der Tendenz des Verfassers d. S. 0. s., der sie ausgewählt, zu erklären. Ihm, dem ריש פרקא (nach Brüll siehe oben S. 30 Anm. 3) stand, so stolz er sich auch der Abkunft von dem edelsten Geschlecht Israels berühmen mochte, doch כהר הורה gewiss höher als כהר מלכורת• Seinen Idealen entsprach wohl die Bethätigung frommer Gesinnung, wie er sie in 3 Fällen hervorhebt, seiner naturgemässen Antipathie gegen die gelehrtenfeindlichen Fürsten entsprach es aber auch, nichts anders von ihnen der Erwähnung wert zu halten. Möglich auch, dass der ihm vorliegende Stammbaum in der That zur Aufzeichnung interessanter und wichtiger Zeitereignisse gedient hatte, nicht als Familienchronik.

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