Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 41)
- Language
- German
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35 und die von Nisibis1) (im Jahre 363). Nisibis, wo, ebenso wie in Nehardea, sich die’ Tempelkasse befand, in welche die nach Jerusalem zu steuernden Didrachmen flössen (Jos. ant. XVIII, 99) war von Juden stark bevölkert, wie Armenien überhaupt ^cf. Ersch. u. Gruber מ Juden“ S. 440 f. Grätz IV, 422, Berliner in Beitr. z. Geogr. s. v.), hatte eine von den Bne Bethyra (Crochmal ״Schol.“ S. 18 f.) geleitete Akademie und wäre nach Midrasch Echa v. III, 7 (cf. unten) z. Z. eines Jehuda 7) Zu Akabja (Nr. 22 in der Tabelle s. das.) bemerkt der Yerfasser: ובימיו סליק <שבוד לארמאי וכבשה (nach dem׳ Ms. p.; in den übr. Texten (cf. Einl. z. Ausg.) fehlt שבור A. II liest לארמא; das von Brüll Jahrb.II, 93 Anm. angegebene לארמי hat keiner der unten z. St. zusammengest. Texte. Zakuto hat לנציבין•) »Und in seinen Tagen zog Schäpur herauf nach Armenien und unterwarf es“. ארסאי niuss wegen des Singular suffix hier ein Land bezeichnen. Nach Brüll 1. c. ist es aus ארמניא (cf. Levy ״Chald. Wörterb. I S. 66) korrumpiert, vergl. indess Pes. 3b. ״Ein אדמא kam zu Jehuda b. Bethyra inNisibis,“ wo das gewöhnlich Römer oder Heide bedeutende Wort (s. Sachs Beiträge S. 145) durch Armenier wiedergegeben werden kann. Eine Emendation ist folglich unnötig. Ebensowenig hat man mit Brüll 1. c. den aus der folgenden Notiz über Nisibis entstandenen erwähnten Schreibfehler bei Zakuto (dass ״Nisibis“ für ״Armenien“ nur ein solcher ist, zeigt die mit Z. E. gewöhnlich stimmende Par. Hdschr,) als Bestand’ teil des urspr. Textes mit dem recipierten zu dem neuen. ״Und in seinen Tagen zog Schäpur herauf nach Armenien und Nisibis und bezwang es,“ zu kombinieren, um denselben dann auf Schäpur I (240—270) zu beziehen. Der hier durchaus richtige, einer komplicierten Rekonstruktion nicht bedürftige Text bezeugt vielmehr dadurch, dass er ein Geschlecht nach Akabja bei seinem Bruder Huna Mar oder vielmehr nach der revidierten Lesart bei Akabja’s Sohn Abba (cf. unten ff.) die auch von Brüll in das Jahr 363 n. gesetzte Besitznahme von Nisibis durch Schäpur II notiert, dass nur von der ersten Kriegsthat Schäpurs II (309—380), der Inbesitznahme von ganz Armenien nach König Khosravs II Tode und der Gefangennahme s. Sohnes Diran durch die Perser die Rede ist, ein Faktum, das nach Martin (Spiegel Eran. Altert. III, 274) f.) und Flathe (Ersch u. Gruber ״Pers. Gesch.“ S. 400) in das Jahr 337 fällt. Ob Schäpur I überhaupt Nisibis je besessen hat, ist nicht sicher (Cf. Spiegel 111, 253). Auch nach Krebs ״de hello Severi Alexandri contra Persas gestas“ S. 35, Männert ״Geogr. der Griech. und Römer“ S. 296 ist dieses Bollwerk der röm. Herrschaft in Armenien von den Persern ״nie bezwungen“ worden, bis es durch den Friedenschluss Jovians 363 in die Hände Schäpur’s II kam. Ueber die Kämpfe um Armenien siehe n0Gh Mommsen Y, 356 f, Jost IY, 128. 3*