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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 24

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 24 (sequence 30)
Language
German
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24 haften! Stil von dem wunderbaren Aussterben desselben unter Huna VI (f 507 Scherira W. 19) *) durch eine Pest, welche die despotische Behandlung eines Scholarchen (Chanina) von seiten dieses Fürsten und die einen Krug füllenden Thränen des an seiner Ehre Gekränkten (cf. S. 0. s).hervorgerufen hätten, und die nur ein ungeborenes Kind, das der Tochter des Scholarchen und Gemahlin Huna’s, verschonte. Dem Kinde und seiner Geschichte ist nun das folgende Viertel des ganzen Buches gewidmet. Es wird uns, fast durchaus mit sagenhafter Ausschmückung, geschildert, wie der Knabe heranwächst, unter der Leitung seines Grossvaters zum kenntnisreichen Manne2) heranreift, Exilarch geworden das Persereich bekriegt, besiegt und endlieh seinen Heldentod findet. Das Haus Davids, von dem sogar in sonderbarem Widerspruch mit dem Vorhergehenden zwei Glieder desselben ausser dem nachgeborenen Sohn M. Sutra’s II, des verstorbenen Fürsten, genannt werden, zerstreut sich darauf, während dieser gleichnamige Sohn mit seiner Flucht (c. 520) ein Geschlecht von Davididen nach Palästina verpflanzt.3) Man hat richtig erkannt,8) dass die Mar Sutrasage namentlich in ihrer Darstellung der Jugendgeschichte ihres Helden fast weiter nichts ist als die auf Mar Sutra über״ tragene Bostenaisage.3) Trotzdem dieser Stifter der arabischen Reschgolalinie4) über ein Jahrhundert später lebte als M. Sutra II, ist die an diesen sich knüpfende Sage in der Form, wie sie uns im S. O. s. überliefert wird, unzweifelhaft die tendenziöse Nachbildung der Bostenaigeschichte. Entscheidend dafür ist schon, dass die in beiden Sagen charakteristische Namendeutung (dort des Bostenai-(Garten), hier des Mar Sutra (ein kleiner Zweig ארוא זוטדא in dem Garten לבוסתנא dem Symbol für das david. Haus) bei dem erstgenannten bis dahin unbekannten Namen sich naturgemäss herausentwickeln musste, *) Die Erzählung beginnt mit d. w. ״mn •“ובגו כלון דבית דוד והכי ף Der Ausdruck גכדא ךר;א bedeutet nach Brüll soviel wie גאון (II, 104 Anm. siehe unten.) s) Ausführlicheres s. unten vergl. bes. Brüll II, 101 f. über M. Sutra III u. s. siehe 16, 23. 4) Grätz V, 137 f. vergl. S. 27 Anm. 2, unten, S, 3, u. im Anhang III,

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