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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 22

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 22 (sequence 28)
Language
German
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22 ursprünglich vielleicht auf Huna I, (Anan, bei dem im S. 0. s. die oben erwähnte Notiz von seiner Beisetzung in ארץ 'י fehlt,1) Weniger leicht lässt sich die Wahrheit eruiren in Bezug auf Jochanan (Nr. 15) und Schafat (Nr. 16). Entschieden falsch ist die Ansicht Grätz’s, dass der Name des חכם Chananel, der erst am Ende dei*~ gaonäischen Zeit öfter auftritt, erdichtet sei um die Fiktion zu verdecken.2) Denn wenigstens Schafat3) hat einen חכם in dem von Zakuto ausgezogenen sehr korrekten Text überhaupt nicht, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die auch für Jochanan blos auf einem Versehen des Kopisten vielleicht beruhende Angabe nur hierher gerieth, indem der־ selbe irrtümlich die letzten Worte des auf seinen Vorgänger Nachum bezüglichen Passus «והננאל חכם שלו“ hier wiederholte. Nun aber hat der Verfasser, wie ein Blick auf seine Liste lehrt, seine Fürstengeschichte in zwei streng von einander geschiedene Teile eingeteilt, deren ersten die Namen aus der Chronik, auch kenntlich durch das Fehlen der ״Chachamim“, und deren zweiten die Nachrichten aus einer noch zu be־ sprechenden Quelle bilden, welche mit Nachum höchstwahr־ scheinlich begann. Wenn also der erst nach Nachum aufge- *) Ueber die vermutliche Identität Anans mit Huna (s. unten) von der Beerdigung Huna’s in ״Beth Arbela (s. oben) weiss der Talmud übrigens nichts. 2) Der viermal vorkommende Name ist nach Grätz IV, 560 stets ein Zeichen der Fiktion der betr. Notiz, in der er vorkommt. Nun liest aber bei Ukba (s. unten) der Zakuto’seheAuszug statt ״Chananel“ ״Chinena“ und das hier nicht deutlich lesbare Oxf. Ms., dessen Lesarten Herr Dr. Neubauer, Bibliothekar das., die Güte hatte, mir mitzuteilen, scheint dasselbe an allen 4 Stellen zu haben (s. unten). 3) Bek. hat das Geschichtswerk des Moses v. Chorene die Tendenz, die vornehme armen. Familie der Bagratunier zu verherrlichen, was in einer heutzutage kaum mehr zeitgemässen Weise geschieht, nämlich dadurch, dass er sie zu Juden macht. (Cf. Gutschmidt in dem ״Ber. über die Verhandl der sächs. Akad. der Wiss.“ 1876, S. 1 ff.) Es hat noch niemand meines Wissens, beachtet, dass fast alle Namen dieses Geschlechtes, die beim Moses erwähnt sind, in der jüd. Fürstenfamilie wiederkehren. So z. Bsp. Anam Schechanja, (Seneka) Asaria, AssudrzAssur (Gefangener -p0x)~Jojachin (Chron. T, 3, V. 27), Schampat-Schafat (cf. Steinschneider bei Ersch u. Gruber. Encykl. Art. ״Juden“ S. 174, Moses v. Chorene ed. W'histon, London 1736. Buch II, 123, 180, siehe auch II, 122 u. s.)

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