Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 25)
- Language
- German
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19 ״Nehemiaa von der Auswanderung Serubabels nach Babylon und seiner Erhebung zur Reschgluthawürde etwas weiss,1) oder babylon. enthalten haben, und das S. O. s., resp. Chronik müsste dieser Liste die Qualität, die ihre Liste jetzt zeigt, willkürlich beigelegt haben. Bei der Chronik wäre, wie schon angedeutet, ein solches Verfahren, die völlige Nichterwähnung des Vaterlandes und Standes jener Männer, unerklärlich, beim S. O. s. käme es auf die mittelbare Benutzung der Chronistenliste hinaus, aber wir können den Nachweis liefern, dass er diese unmittelbar benutzt hat (s. oben). Ist es so als ausgemacht zu betrachten, dass die mit Chronik I, 3 stimmenden Namen im allgemeinen der davidischen Stammtafel daselbst entnommen sind, also fälschlich unter den babyl. Exilsfürsten aufgeführt werden2), so ist es doch ganz unrichtig, hierin eine Art Geschichtsfälschung, eine absichtl. Fiction von Seiten des Verfassers zu sehen.3) Es ist vielmehr nachweislich, dass die Liste des Chronisten schon sehr früh als eine Reihe von Exilarchen galt,4) wie sie späteren Forschern, wie Abr. b. David (cf. ״Sefer hakabala“ 25a Ven. 1545,) Saadja ibn Danan (״Peer hador“ Nr. 225 geschr. 1485), Ibn Jachja (״Schalschelet hakabala“ Ven. 1688 S. 67a) u. a.5) geradezu die Hauptquelle für die ältere Exilarchengesch. war, an der die Berichte des S. O. s. geprüft und berichtigt wurden. Ebenso wissen wir, dass die Abweichungen dess. von seiner Vorlage sich in im ersten christl. Jahrh. oder früher entstandenen Schriften bereits teilweise befanden.6) Wir werden also anzunehmen haben, 1) Zunz, G. V. 138, vergl. S. 0. s., s. auch unten. 2) Yon dreien ders. wird ausdrücklich angegeben, dass sie in Palästina lebten. S. unten. 3) Zunz, G. Y. 138. 4) Das. vgl. die angef. talm. Stellen. S. bes. unt. Anhang I. 5) Vergl. ״Dorot 01ama und die beiden karäischen Fürstenregister, sowie Jedidja’s Stammbaum und die Reschgluthareihe in dem Bibelms. von Damaskus; siehe Tabelle unten und die betr. Stellen weiter unten. 6) Das breviarium Philonis, das, wie Herzfeld ״Gesch.“ I, Achter Excurs Seite 382 f. bewiesen hat, teilweise auf eine ältere hebr. Quelle zurückgeht, welche schon Lukas benutzte, nennt die 3 Geschl. Serubabel, Meschullam, Chananja, wie d. S. 0. s. Cf. unten. 2*