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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 15

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 15 (sequence 21)
Language
German
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15 wählt, weil dieselbe schon von Raba (Ber. 1. c.) verworfen und durch irrtümliche Identifieirung von Jochanan (abgek. Jannai) u. Alex. Jannai erklärt wird), so ist darin umsoweniger ein Kriterium für ihre vortalmud. Abfassungszeit zu sehen, als der wie bei Josephus (9 J.), jedenfalls nicht 103; bei dieser Annahme schwände selbst der letzte Schein von Grund für den Zusammenhang beider Berichte.) Mag man indess hier noch zweifelhaft sein, ob nicht doch Jose der Verfasser sei, so ist dies anzanehmen kaum möglich bei der Notiz des sutta über die Herodäer, welche selbst Grätz in ihrer jetzigen Gestalt nicht dem rabba vindicieren will (das. 538). Die 3 Namen, die genannt werden, (Herodes, Agrippa, Monobaz) verraten auf den ersten Blick, dass sie aus den trübsten Quellen geflossen sind. (Die bei Herodes in der Amsterd. Ausg. v. 1711 und 1717 sich findende Zahlenangabe (37), die mit der v. Jos. übereinstimmt, fehlt in allen alten Drucken (cf. krit. Ausg.) und lautet m Pariser Ms. 25״“, sodass es fraglich wird, ob wir nicht in ihr eine spätere Einschaltung oder Verbesserung zu sehen haben. Monobaz, des Jzates v. Adiabene Bruder und Nachfolger, (Jos. ant. 20, 4, 3) ist wohl desshalb, weil er in den talmud. Stellen schlechthin סלך genannt wird, zum jüd. König und zum Herodäer, in deren Zeit er gehörte, gestempelt. Raschi’s ähnlicher Irrthum (zu Baba Bathra lla □מורע חשמונאי rührt schwerlich aus dieser Quelle. Aruch (voce מלבן) ^at das Richtige. Es ist bekannt, dass das Missverständniss des S. 0. s. späterhin allgemein ward. Dasselbe findet sich übr. schon im Aruch des Gaon’s Zemach. Cf. unten. Haben also diese Relationen des S. 0. s. sicherlich nicht Jose zum Verfasser, so ist von der des grossen S. 0. über die syr. Könige dasselbe, wenngleich nicht mit Gewissheit, zu sagen. Sie ist wahrscheinlich teils aus dem Talmud (Goskalkas), teils aus zufällig aufgegriflenen Namen zusammengestoppelt. Eher lässt die v. Grätz (1. c. III, 239, 540) so geistvoll interpretierte Aufzählung von 4 Epochen der jüd. Gesch. mit chronol. Be- Stimmungen (Varuskrieg (?), Vespasianischer Krieg, Quietus? — und Barkochbakampf (c. 140)) auf einen den Ereignissen zeitlich nicht allzufernen Ursprung schliessen, aber trotz der anderen Lesart in de Rossi’s Meor Enajim ist ihre Erklärung so fraglich, dass sich darauf kein sicheres Urteil gründen lässt. (Weder von einem Quietusnoch Varuskrieg ist, trotzdem Jos. c. Apionem I, 7 einen ״/Io46^0? KvLvrfXlov Ovüqov“ nennt, etwas sicheres nachweisbar, abgesehen davon, dass אסוירוס a's Varus zu erklären fraglich, Sabinus ist keinenfalls darunter zu verstehen (Grätz IV, 1. c.) קיסוס mag Quietus heissen.) Mag dieses Fragment aber nun v. Jose stammen oder nicht, im rabba kann es nur als spätere Einschaltung e1*scheinen; denn dasselbe hat, wie sich erweisen lässt, nur bis zu Alexander dem Grossen gereicht (s. auch Zunz I. c.), den es in ״Daniel“ unter dem Ziegenbock symbolisiert sah (Dan. 8, 5), nnd bis wohin es sein Zweck, die bibl. Chrono-

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