Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 12 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2418846-2418861--1728-2420623
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

12 Man könnte versucht sein, die um die Hälfte vollstäri־ digere Relation des jüngeren Seder Olarn für die Quelle und die des älteren für ein Excerpt aus dieser zu halten, zumal die des S. 0. rabba ohnehin demselben ursprünglich fremd und interpoliert scheint (vergl. weiter S. 15 Anm.) Indessen die genaue Uebereinstimmung der Namenzahl im Sutta (11) mit den Daniel Kap. VII, 7, 8, unter den elf Hörnern symbolisch verstandenen syrischen Fürsten legt schon den Verdacht nahe, dass diese Zahl es war, die durch Hinzufügung aus סלמי korr. ist und ursprünglich die bekannte Makkabäerkönigin Salome Alexandra bezeichnete, die, obwohl dem Talmud (Grätz III, 529) sehr wohl bekannt, in der unmittelbar auf die syr. folgenden makkabäischen Königsreihe (s. weiterS. 14 A. 1) vermisst wird. Wenn Rapaport (l.c.) darunter sonderbarer Weise Alexander II. verstehen will, so macht es vielmehr die handschr. Lesart אלכסנלת (s* °ken) für das אלסכנות iü den Drucken (wenn man nicht darin arab. Einfluss sehen will) wahrscheinlich, dass hier zwischen 3 u. ו ein דך ausgefallen und Alexander II. der Sohn A. d. Grossen u. der Roxane (323—311) zu verstehen ist. So vermutete schon Brüll (das.). Der in der Liste des sutta folg., im rabba, wie der vorhergehende, fehlende מפריס ist bisher unerklärt geblieben ('Herzfeld 1. c.) Brüll macht mit Recht aus seiner Vermutung, der letzte Adiabenerkönig Meharaspes (um 117 n.) könne gemeint sein, kaum Ernst (das.). Es ist aber kein anderer, als der Ephor Amphares (Droysen ״Gesch. d. Hellen.“ III. 436 f.), der Leiter der oligarchischen Reactionsbewegung, welcher der edle Agis (f 241 v.) zum Opfer fiel, den dürftigen Berichten (1. c. 435, 438) nach zu urteilen, ein Mann von ausserordentlicher Macht in Sparta. סנטרוך ist wohl nicht ״der armen. König Sanatrukios“ (Brüll 1. c.) — Wenn Brüll es dem kleinen Chronikon zutraut, einen Zeitgenossen Trajan’s für einen Diadochen zu halten, weil es ״aus dem 8ten Jahrh. stammt,“ (1. c.) so vergisst er, dass ders. Name סנטרוק auch in* grossen Chron. steht, nach Brüll der Quelle des kleinen (das.), wo ihn für eingeschoben zu halten das שמונה verbietet —, sondern entweder Kassander oder, da sonst ק resp. j finale des Namens unerklärt bliebe, der durchaus vom hellen. Wesen beeinflusste Neubegründer des Inderreiches Sandrakottus (Tschandragupta), der nach s. Frieden mit Seleukus I (Droysen II, 199, Herzfeld 2, 162) mit den griech. Höfen in freundschaftlichstem Verkehr blieb (Droysen III, 351). Welche Seleukiden des Namens Antiochus unter ״Antioch“ und ״Antiochos“ gemeint sind, ist selbst, wenn wir annehmen, dass nur den Juden freundlich oder feindlich bes. nahegetretene Fürsten in dieser Liste genannt sind (so Rapaport), kaum zu eruiren. Denn nicht nur A. I (Soter 281—261) u. A. IV. (Epiphanes

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.