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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1889-01-01 · IX. (1889) · page 170

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IX. (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 170)
Language
German
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— 166 Arbeit Carmoly’s (Stein, isr. Volksl. 6 S. 110—118, vgl. auch Revue or. II p. 435), die dem Verfasser nicht bekannt geworden zu sein scheint. Auf die Mitteilungen Kriegks wurde bereits in Jahrb. 5, 223 verwiesen. Vorliegende Schrift enthält indes noch mehrere mit dankenswerter Einsicht aus archivalischen und grabschriftlichen Documenten eruirte Daten, besonders aus älterer Zeit. Aus dem 14. Jahrh. wrar auch der Judenarzt Isak zu nennen (Kriegk S. 40). Der Arzt Schlam (S. 12) st. 25. Dec. 1630 (s. Carm. 114 No. 12). Isak (1623 s. S. 12) war nach Carm. (das. No. 11) ein Sohn des Genannten. Der in der Grabschrift (S. 12 A. 4) Erwähnte war ein Sohn des ihn überlebenden1) Abraham Helen (s. Carm. No. 16 u. 18). Ueber Josef del Medigo (S. 13 ff.) sei hier nur so viel bemerkt, dass er in der That seine Schriften gleichsam nach den Lesern Zuschnitt, für die er sie verfasste. An seiner bekannten Aeusserung, dass er, wenn es darauf ankäme, seine Feder eben so in den Dienst der Philosophie stellen könnte, wie er für die Verteidigung der kabbalistischen Lehre sie gebrauche, haben schon Leo da Modena, der ihn persönlich kannte, und Simson Bachrach Anstoss genommen (s. Geiger Melo Chofn. d. T. S. 56).2) Dass er für Karäer anders geschrieben habe, als für Rabbaniten, gibt er (Noblot Einl. 6 a) selbst zu verstehen, indem er sagt: ״Auf ihr Verlangen schrieb ich, was ich eben schrieb, nicht um die Rabbaniten zu belehren, von denen ich weiss, dass sie nur für Talmud u. Decisoren Neigung haben. Sie thuen auch recht daran, denn es ist ihr Brod, da sie durch Rabbiner-oder Assessorstellen ihre Nahrung finden“ u. s.w. Man kann die Ironie, die in dieser Aeusserung liegt u. die nachher in dem Doppelsinnigen בהבליהם, das er mit Beziehung auf den Pilpul gebraucht, noch deutlicher hervortritt, nicht verkennen.“ 3) 1J •'בר אברהם שי 2) Von letzterem berichtet dies Jair Ch. Bachrach auch in יאיר נחיב (Keiler, Bikkurim 1 p. 7) ועט״ש א״א ־ ־ מוהר״ר שמעון ־ ־ י היטב חרה לי מ״ש הפילוסוף הגדול יש״ר מקנריאה ־ ־ שיצא שם לעזרת מקובלים ־ ־ והיה בזה שתיקתו יפה מדבורו ־ ־ 3) Demnach ist kaum anzunehmen, dass die Schrift מכתב אחון von Karäern interpolirt wurde. Der S. 23 A. 1 beanstandete Satz erscheint an

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