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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1889-01-01 · IX. (1889) · page 167

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IX. (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 167)
Language
German
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163 Rabbiner der Gemeinde erwählt,1-) er war damals bereits ein berühmter Gelehrter. 2) In Frankfurt befanden sich auch andere bedeutende Talmudisteu, von denen mehrere als Rabbinen nach auswärts gingen (s. 33, 34). Der Bekannteste derselben war der Rabbiner David Scheuer, *Rabbiner in Mainz, dessen Stelle daselbst noch bei seinen Lebzeiten sein Sohn Abraham Herz Scheuer übernahm (s. Wolf Hamburg אלו[ בכוח). Dafür dass Jakob Sehames (S. 34) als Rabbiner nach Würzburg berufen wurde, wird S. 34 keine Quelle angegeben. Eine Probe seiner masoretischen Kenntnisse liefert die von Samuel Neugass (1 שבעה סשקין b) 3) mitgeteilte Bemerkung. Meir Schiff soll nach S. 37 bis 1807 fungirt haben; als sein Sterbetag wird v. Lewysobn (s. Kellers Bikkurim II p. X, woher Zunz Sterbetage S. 41) der 9. Ab 1808 bezeichnet. Um den durch seine masslose Strenge in rituellen Entscheidungen sich hervorthuenden Natan Adler sammelte sich damals ein Kreis von Männern, die den Chasidäismus in Frankfurt a. M. heimisch zu machen suchten. Natan selbst wurde später noch nachgerühmt, dass הצעתי דברי לפני הרב מהור״ר זלמן פויזני נר״ו ה״ה אב״ד בק״ק פרידבורג ואמר לי שיוכל להיות שכוונתי• Einige Frankfurter Gelehrte und hervorragende Gemeindemitgleder dieser Zeit nennt Josef Salomon aus Pressburg (מנחת עני Ed. Fürth 1740/41 Vorr.). ף Ein Bericht darüber findet sich im Gemeindebuch (s. S. 24). Die Angabe in שבחי הבעשט Ed. Berditschew 14 a und in ׳ההל חסידים dass ihm und seinem Bruder Schmölke gleichzeitig die Rabbinate in Nikolsbürg und Frankfurt a. M. angeboten und ihnen von beiden Gemeinden die Entscheidung über die Annahme dieser Stellen anheimgegeben wurde, kann nicht richtig sein, da eine Rabbinertrage in Nikolsburg erst im Jahre 1772 entstand (s. Szanto’s Wiener Jahrbuch 3 S. 206). 2) Vgl. die Approbation Raphael Meisel’s 142 תוספת שבם a. 3) S. Ch. b. Ahron Neugass, dessen Schrift eine lateinische und eine hebräische Approbation von Megerlin vorangeht — auch Natan Maas billigte ihre Veröffentlichung — war Lehrer in Frankfurt a. M. Seine Betrachtung über die jüdische Nächstenliebe, die, wie er nachweist, auch Andersgläubigen gegenüber geboten sei, bildet einen besonders beachtenswerten Anhang zu der in mancher Hinsicht interessanten Schrift. 11*

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