Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IX. (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 160)
- Language
- German
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156 52 b, Tana debe Elia I, 18).*) Wenn der ephraimitische Messias au andern Stellen der ״Kriegsgesalbte“ genannt wird (Num. rab. 14, 1; Genesis-Haggada e. 63 u. a. St.), so soll, wie der Verfasser (S. 7) richtig bemerkt, damit keineswegs gesagt sein, dass derselbe dem Priesterstamme angehöre, es darf vielmehr angenommen werden, dass in denselben der geläufigere Ausdruck משוח מלחמה die ursprüngliche Benennung משיח מלחמה verdrängt habe. Schwer erklärlich ist es, dass Num. rab. 14, 1, allerdings mit Anlehnung an Ps. 80, 3, zwei Messiasse aus dem Hause Joseph’s, nämlich neben dem ״Kriegsgesalbten״ d. i. M. b. Ephraim noch ein aus dem Stamme Manasse hervorgehender Messias genannt wird, wogegen der Priester-Messias, auf den in jener Schriftstelle keine Hindeutung gefunden wird, unerwähnt bleibt. In Jefeh Thoar z. St. wird auf Gen. r. 98, 8 verwiesen, wo in מחקק (Gen. 49, 10) Machir, der Sohn Manasse’s erkannt wird (vgl. W. Einhorn z. St.), doch lässt sich damit die Annahme eines aus diesem Stamme hervorgehenden Messias nicht begründen. Ob wol dieser Auslegung eine ältere Deutung zu Grunde liegt, in der in מנשה durch Buchstabenversetzung חשמונאי, השמינה gefunden wurde, woraus sich ein Hinweis auf den hasmonäischen Priester-Messias ergab? Wortspielereien in dieser Art sind wenigstens in der Haggada nichts Ungewöhnliches. Der Messias b. David erscheint in jüngeren Midraschim unter dem Namen Menachem b. Ammiel, währenddem der *) Pesikta Ed. Buber 51 a und P. rab. Ed. Friedm. 75 a haben מלכי צדק ffo• כהן צדק, was nach Ps. 110, 4 im Wesentlichen dasselbe ist und die sadducäische Bezeichnung noch prägnanter zum Ausdrucke bringt. Bemerkenswert ist, dass in einer alten Notiz über die dereinstige Wiederauffindung der verlorenen ״Schriftrolle über das Hasmonäerhaus“ auf die Heileszukunft mit den Worten ״bis der Priester mit den Urim und Tumim dasteht“ hingewiesen wird (Hai. gedol. Ed. Yen. 141 d, der Ausdruck ist Esra 2, 63, Neh. 7, 65 entlehnt, aber dort in anderem Sinne gebraucht). Es ist dies der talmudische כהן צדק? der Messiaspriester, der einst die vergessene Hasmonäer-Herrlichkeit wieder an’s Licht bringen wird.