Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IX. (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 158)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2418846-2418863--1687-2420581- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
154 leitung in die talmud. Litteratur ist die Schrift, in der über Alles dieselbe Betreffende in Kürze genügende Belehrung dar־ geboten wird, sehr gut zu gebrauchen. Zu S. 9 wäre noch zu bemerken, dass die Reihenfolge der Abschnitte auch im Tractat Menachot differirt, indem c. 10 der Mischna-Ausgaben im Talmud den sechsten Platz einnimmt, wodurch erst von c. 11 an wieder die gleiche Zählordnung eintritt. S. 45 war auch die Bezeichnung גמרא רבני מערבא oder 'תלמוד דם für den pal. Talm. zu erwähnen (H. g.Ed. Ven. l,c; NissimMaft. 17 b u. a. St.). Die Stelle in ״Jeruschalmi“, auf die in Barzeloni Jez. Com. p. 59 Z. 1 verwiesen wird, befindet sich in Gen. r. 49, 2 (vgl. Tanch. Ed. Buber Gen. p. 89); er bezeichnet gleich andern älteren Schriftstellern mit J. den palästinischen Midrasch. Für absichtliehe Aenderungen, die durch das Bestreben, ״die jüd. Religion von der christlichen recht verschieden sein zu lassen“ (S. 48) liegen keine Beweise vor, wol aber haben andere Umstände solche hie und da veranlasst (s. Jahrb. 1, 43 u. a. St.). 19. Der leidende und sterbende Messias der Synagoge im ersten nachchristlichen Jahrtausend von Dr. G. H. Dalman, Licentiat d. Theologie. Berlin, Reuther, 1888, 4 und 100 S. Nach der umfassenden Arbeit Wünsche’s (die Leiden des Messias, Leipzig 1870) war ein weiterer Nachweis an Material, das bei der Behandlung dieses Gegenstandes in Betracht zu nehmen wäre, kaum mehr zu erwarten, dennoch hat der Verf. noch manche Stellen, die dasselbe vermehren, ausfindig gemacht und überhaupt den Inhalt und Ursprung der einzelnen Haggada’s, die sich mit dem überschriftlich genannten Thema beschäftigen, einer , genaueren Untersuchung unterzogen. Da die ältere Traditionslitteratur und bis auf einzelne spärliche Angaben auch der p. Talmud über die Persönlichkeit des Messias wie über seine Thaten und Geschicke nichts enthalten, — sogar die Bezeichnung ״Sohn David’s“ (Math. 9, 27 u. a. St.) ist aus der Thanaitenperiode nicht mit Sicherheit nachzuweisen (j. Taan. 4, 4 in der Antwort Jochanan b. Torta’s;