Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IX. (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 121)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2418846-2418863--1650-2420544- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
117 das. סליק ר' אחא מן שבחא לא״י). Dass Natronai b. Chabibai ein bedeutender Halachist war, geht schon daraus hervor, dass er den Talmud niederschroiben konnte, ohne eine schriftliche Vorlage zu haben. Es schickte eine auf diese Weise angefertigte Copie des Talmud’s nach Spanien (s. Barzeloni bei Coronel •132 זכי- נתן b, 134 a). Viell. war dies gar die Ursache oder die Folge der Anfechtungen, die er in seiner babylonischen Heimat zu erleiden hatte, da wol zu jener Zeit den Gaonen noch daran gelegen war, dass sie im alleinigen Besitze der massgebenden Halachaquelle bleiben. Ohnehin war die schriftliche Abfassung des Talmud’s ihrer Zeit durch die Not geboten und das Gefühl, dass die schriftliche Verbreitung der mündlichen Lehre ein Verstoss gegen das Herkommen sei, noch vorhanden. Es wäre demgemäss auch zu vermuten, dass der Gaon Jehudai durch die Abfassung seiner Halachot dem gewiss oft hervorgetretenen Verlangen, den Talmud allgemein zugänglich zu machen, halbwegs entgegenkam, damit man sich schliesslich doch nicht genötigt sehe, den ganzen Talmud der Oeffentlichkeit zu übergeben. Ueber die Verehrung, die R. Jehudai bei den späteren Gaonen genoss (S. 31) vgl. auch Ittur II, 2 a (ושדרו ממתיבתא מר רב יהידאי מופלא ומובהק ואע״ס שיש לישא ולירן מ/׳מ אין בנו כח לאסור או להתיר). In Resp. Gaon Ed. Lyk No. 43 wird letzteres bei anderer Gelegenheit als fesstehend hingestellt. S. 32 A. emendirt der Verfasser in zutreffender Weise einen Teil des ganz unverständlichen Responsum’s Jehudai’s über □ציים פחי (Kesp. Ed. Lyk No. 45 19 a). Wir lassen dasselbe saramt den nötigen Verbesserungen hier folgen: הוב שאלו מקמיה: מהו צנים פחים,•‘ ואמר: צנים פחים פירוש (הרי קראי תוב אמר (רחמנא) [י' חנינא Pדא)!קריראיתא .1] (והמדנא) [וחומתנא ־ הפרי־1 בידי שמים חוץ מיי־ אח שמיכם •1] (ורימדנא תוב אמר רחמנא שמתניתץ כי הא (לא בקא בר יומא בגירסא קאמריון) [לאישתא (dei. 1• בת יומא וב' בנירא ברקא)• Jehudai eonstatirt nämlich, dass R. Chanina sich widerspreche, indem er an einer Stelle das fragliehe צנים פחים als der Vorsehung nicht unterworfen erkläre (Bab. mez. 107 b u. Parallelst.) und an einer anderen (Berach. 23) die Gottesfurcht, hierauf bemerkt er, dass ersteres eine andere Bezeichnung für das Sab. 66 b erwähnte ״eintägige