Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IX. (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 118)
- Language
- German
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— 114 3. Die alexandrinische Uebersetzung des Buches Hosea; ein Beitrag zu den Septuaginta-Studien und der Auslegung des Propheten Hosea von Dr. L. Treitel. Heft 1, Karlsruhe 1887. Bielefeld 22 S. Eine speciellc Untersuchung der Segtuaginta-Version, der ältesten Bibelübersetzung, die wir besitzen, hinsichtlich ihres Verhältnisses zu dem hebräischen Original, beziehungsweise dem masoretischen Texte, ist noch immer lohnend und verdienstlich. Man kennt ja die Verschiedenheiten, die bei einer Vergleichung beider bemerkbar werden, doch ist die Erklärung derselben oft unsicher, zumal auch der Septuagintatext selbst wiederum seine Varianten hat, unter welchen die ursprüngliche LA. erst zu ermitteln ist. Jedesfalls muss bei einer wissenschaftlichen Exegese sowol die Auffassung, die sich aus dieser Version ergibt, als auch die Textesgestalt, auf welche dieselbe zurückweist, in Betracht genommen werden, da besonders hinsichtlich letzterer kaum anzunehmen ist, dass der Vertent sich dieselbe durch eigene Oombination so zurechtgelegt hat, wie sie seiner Auffassung entsprach. Der Verfasser der vorliegenden, ebenfalls Professor Graetz bei dem bereits erwähnten Anlasse dargebrachten Schrift hat es sich nun zur Aufgabe gemacht מvorwiegend unter dem Gesichtspunkte einer Vergieichung mit dem hebräischen Text, doch unter Berücksichtigung all״ der textkritischen Fragen betr. den Septuagintatext“ die alexandrische Hosea-Version daraufhin zu prüfen, von welcher Arbeit er den über Kap. 1—3 sich erstreckenden Teil in derselben veröffentlicht. Er geht, wie wir sehen, dabei nach richtiger Methode zu Werke, nur dürften einzelne Aufstellungen noch manchem Zweifel unterliegen. Schwer annehmbar ist die Erklärung von 6 ,1) בי נשא אשא להם) durch 5, 14 (S. 10, 11); נשא ל,,״ kann nur ״verzeihen“ bedeuten und bedarf nicht des Objoctes עון (s. Gen. 18, 26 u. a. St.). Es ist nicht unmöglich, dass dieser Passus ursprünglich nach ואה ביה יהודה ארחם (v. 7) stand (eine andere Vermutung s. Jahrb. 5 S. 9). Die Verse 2, 12 sollen nach dem Verfasser (S. 13) an v. 20 anzufügen sein, wo ein solcher Schluss jedoch etwas schleppend erscheint. Zwischen v. 19 u. 20 er-