Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IX. (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 95)
- Language
- German
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91 Richtig ist die Vermutung S. 77, dass in Tos. Demai 8, Al. 15 nach נוטל שחי חאנים die Worte לא נטלה תתמהו ausgefallen sind und viel!. zu lesen ist: [לא נטלדח תתמתן] נוטל שני עישורין י ועשורו ישל עשור möglicherweise ist, ohne dass dem ersten Absatze etwas hinzuzufügen sei, zu lesen ^"[לי* נטלה תתמתן] נוטל שחי האנים ושני ־ ' " nämlich zwei Feigen als Teruma, die beiden Zehnten und den Priesterzehnt, — S. 81—93 setzt Güdemann auseinander, dass die biblischen Vorschriften, aus denen man beweisen zu können glaubt, dass der Mosaismus einen ״Gott der Rache“ lehre, nicht ernstlich zu nehmen seien, indem nur der Weichherzigkeit des Volkes gegenüber eine derartige Ausdrucksweise erforderlich war. Die so verbreitete Unterscheidüng zwischen dem ״Gotte der Rache“ und dem ״Gotte der Liebe“ ist übrigens unwissenschaftlich und theologisch unmöglieh, da bei einer einseitigen Betonung der ״Liebe“ die Vor- Stellung von der Gerechtigkeit, die sich doch auch strafend erweisen muss, zu kurz käme. — S. 94—115 behandelt Bacher den Inhalt des nur in einer einzigen Handschrift bruchstücklieh erhaltenen grammatisch-exegetischen Werkes Eben Bochan von Menachem b. Salomo (verfasst 1123), der mit demselben ״dem Studium der Bibel zum ersten Male in hebräischer Sprache ein umfassendes Hand- und Hilfsbuch zu bieten versuchte״. S. 98 A. 1 waren auch die Mitteilungen Dukes (Introd. in prov. Cahen’s Bibelwerk p. VII—X, Sprache der Mischna S. 124 und Ltbl. d. Or. 1849 S. 12) zu erwähnen.— Dunasch’s Kritiken gegen Menachem citirt er nur stillschweigend, vgl. Art. נף (bei Dukes introd. p. IX; s. Dunasch Krit. z. Menachem p. 22). Dukes verweist auf Sefat Jeter No. 65, wo jedoch לשון משנה aus Dunasch Krit. g. Saad. Ed. Schröter No. 70 (wo והוא לשון משנה) verständlich wird, zu erwähnen. — Betreffs der ״Lehrer“ (S- 96 A. 2) s. Art. מר (Kob. 51), wo mit קדמוני העתים nicht M. b. Saruk gemeint ist.1) Für חניות S. 102 A. 2 1. תגיוח (mit Krönchen versehene Buchstaben). Abschn. 36 handelt nach der Angabe des In- *) Er stimmt demselben gegen M. b. S. bei, indem er sieh auf das targumische יטוך (= syr. עטרא) beruft.