Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 175)
- Language
- German
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170 hat* 1). — Wir haben noch zum Schlüsse den den ״Briefen aus den Jahren 1517—1555“ sich anschliessenden Excursionen Einiges hinzuzufügen. Dass Leo Juda (S. 164) ein geborener Jude war, geht aus den Worten ViccHus* nicht hervor. Diese Meinung ist übrigens schon früher wiederlegt worden (s. Wolf bibL III p. 656). — Durch die Untersuchungen (S. 173 ff.) stellt es sich heraus, dass das jüdisch-deutsche Sittenbuch nach einer hebräischen Vorlage ausgearbeitet wurde. Die Beweisstellen (S. 174, 175) finden sich genau so auch in Ed. Krakau 1582, Frankfurt a. M. 1697 und daselbst 1743, nur fehlt in den genannten Ausgaben die Widmung an Morada2). — Isak Zarfati (S. 166) nahm eine rabbinsche Stellung ein; er bestätigt 1566 ein von Isak de Latas in der Tamari-Venturozzo’schen Streitsache erlassenes Gutachten (s. ביאור זה יצאראשונה III, Bg. 1,7 a ... לכן אני החתום למטה מסכים . . " הצעיר והקטן יצחק צרפתי יצו בבמ״ר אברהם משה מקיסטאנצה זלה״ה — Zemach דמילו (S. 186 A. 1) war nicht aus Melli, sondern hiess De Meie. Sein Sohn Pinchas Elia der in der erwähnten Streitsache die Partei Venturozzo’s er- 2) S. 146 zu Ri. 3, 20 l. לאמר £ לאדר (= Raschi), גל ובטא (das. zu 6, 2) ist wol Kluft. Zu den Citaten aus den 32 Regeln (S. 147 Sam. 6י 3) vgl. dies. c. 25. 1J Das Titelblatt der Ed. Krakau 4 lautet: ס0ר המרות; דש סחך שרייבט גידרוקט אן דר הייפט שטאט ק״ק קראקא אין דער צאל שמ״ב לפ״ק על ידי יצחק בן הר״ר אהי־ן וצל מפרוסטיץ• Diese den Bibliographen nicht bekannte Ausgabe befindet sich in meinem Besitze. Die mir vorliegende Ed. Frankfurt a. M. 1743 (veranstaltet durch die Drucker Michel Stern und Meir b. Mose Schuster), die, wie aus der Approbation zu ersehen ist, nur den Text der Ed. 1697 wiedergiebt, ist mit einer Vorrede der Herausgeber (wahrscheinl. v. J. 1697) versehen, in welcher dieselben bemerken, dass das Werk ״schon vor langen Jahren auch einmal gedruckt gewesen“ sei, doch hätten sie in demselben ״hin und wieder befindliche Fehler verbessern und in ein rein und sauber Deutsch übersetzen lassen“. Sie haben auch das Kapitel von der Gottesfurcht hinzugefügt ״nicht gleich als vormals Einer sich hat darüber gemacht und geteutscht aber hat vorne und hinten vergessen zu teutschen und in der Mitt’ gar wenig gethau“. Zu bemerken ist von diesen Verbesserungen nichts, denn der Text ist genau derselbe wie der der Ed. Krakau. EineUebersetzung aus dem hebräischen Texte lieferte zuerst Salomo London. Danach ist Benjakob (thes. 51 Jfp. 989) m berichtigen.