Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 167)
- Language
- German
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162 adoptirte Vermutung Steinschneiders (H. B. 19, 31), dass Elia mit dem gleichnamigen Schüler Misrachi’s identisch sei, hat manches Bedenken gegen sich. Bei Conforte 31a ist Elia nicht der Schüler, sondern der Lehrer M/s. Der Schüler des letzteren (s. Schiller-Szinessy Cat. Cambridge p. 87); der Verfasser der Responsen זקן אהרן , der Glossen zu סמ׳ג (s. das. 76) u. a. Sehr, hiess Elia Lewi und war ein Schüler Josef Kolons (das. S. 84). Er würde, wenn er M’s. Schüler gewesen wäre, in den genannten Glossen wol auch diesen, der eine gleichartige Schrift verfasst hat, hier nicht ganz unerwähnt gelassen haben.—Der Gebrauch des Namens תוגרמה für die Türkei ist, wie der Verfasser S. 3 A. 1 bemerkt, erst aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachweisbar. Zwar übersetzt schon Saadja תוגרמה (Gen. 10, 3) durch אלחרך und rechnet Josippon die Türken zu dieser Völkerfamilie, doch ist erst, seitdem die europäische Türkei besteht, diese Bezeichnung wieder in An- Wendung gekommen. Wir finden sie zuerst bei Isak Zarfati in dem von Jellinek (zur Gesch. d. Kreuzzüge p. 14 ff.) edirten Sendschreiben (p. 15 u. a. St.), dessen Abfassungszeit nach Grätz (Gesch. 8 S. 446 ff. vgl. Mtsschr. 1873 S. 282—284) in das Jahr 1454 zu setzen ist1). Wir finden sie auch in dem Geschichtswerke Elia Kapsali’s und in einem Briefe David Ibn Jachja’s (Grätz a. a. O. S. 467). Die vom Verfasser widerlegte Vermutung ßappaports über טורח מלכיות hat auch Duckes (קונטרס המסרס p. 81) beirrt, der nicht erkannte, dass הטורח das. aus הטיור verschrieben ist. — S. 4 erfahren wir, dass für י) Es ist bedenklich, die Zahl יותר מעשרה שניס» die zweimal vorkömmt (p. 17 u. 19) in 'ר מעשרים ש za emendiren; Z. giebt an beiden Stellen nur an, dass er davon schon vor mehr als zehn Jahren gehört habe; das Verbot, Juden zur See nach Palästina zu führen, kann also schon früher erlassen worden sein. In dem Sendschreiben werden indes auch die Verfolgungen in Deutschland und Italien (1450, 1451 s Grätz Gesch. a. a. 0. S. 196) erwähnt (p. 17, 19), von welchen er wol auch erst'eine Zeit nachher Kunde erlangt haben konnte. In der Namensunterschrift des Verfassers (p. 16, 24) ist von בך an zu lesen (הנה״ר (— הנעלה הרב רבי שלמה המ״לך• Das letzte Wort ist eine Begleitchiffre, die in der Form סל״ך auch i״ hesp* Ch. Or Sarua No. 23 und in einem hebr. Schreiben von c. 1320 (bei G. Wolf die jüdischen Friedhöfe in Wien S. 4) vorkömmt. Sie ist vielleicht in ,משול לענן כלך aufzulösen.