Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
- Belongs to
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161 reits bei Zunz a. a. O. S. 61 nachgewiesen. Die Note z. St. trifft das Richtige nicht. Wir schliessen mit dem Wunsche, dass auch der zweite Teil dieses umfassenden und reichhaltigen Sammelwerkes der Oeffentlichkeit nicht lange vorenthalten bleiben möge. 17. Beiträge zur Geschichte der hebräischen und aramäischen Studien von Dr. Joseph Perles, Rabbiner der israelitischen Gemeinde zu München, München, Ackermann, 1884, 247 S. Der Verfasser, der längst als ein gediegener und geistvoller Gelehrter bekannt ist, hat auch in dem vorliegenden Werke wiederum die jüdische Litteraturwissenschaft mit neuen und wichtigen Aufklärungen, die wir seiner groszen Belesenheit und seinem eindringenden Forscherblicke zu verdanken haben, bereichert. Dasselbe enthält zunächst eine Reihe neuer Mittheilungen und gründlicher Untersuchungen über verschiedene compendiarische Bearbeitungen des Aruch, verbunden mit Auszügen aus denselben, die dem Verfasser Gelegenheit geben, manche litteratur- oder culturgeschichtlich interessante Punkte ausführlich zu besprechen (S. 1—112). Verwandten Inhalts sind die darauf folgenden, die hebräische Lexikographie betreffenden Abhandlungen (S. 143—153), denen sich Mitteilungen über ״ungedruckte Briefe aus den Jahren 1517—1555“ anreihen, die dem Verfasser die Grundlage zu aufschlussreichen Erörterungen über die Beziehungen, die zwischen Juden und Humanisten in diesem Zeitalter bestanden, darbieten. Dieser allgemeinen Darlegung des Inhalts dieses Werkes haben wir nur einige auf denselben sich beziehende Bemerkungen hinzuzufügen, die wir hier folgen lassen. S. 1 wird das mit der akrostichischen Namenszeichnung אליה versehene Proömium zu dem kurzen Aruch (Ed. Konstantinopel 1511) mitgeteilt, in dessen dritter Zeile (יסדני אנוש מדע בדר דת, ידרדע בוגדים אתי לסלף) die Worte כדר דת unverständlich sind. Wahrscheinlich ist דרדח eine paranomastische Darstellung des Namens Mithridat, der hier den Verfasser als Polyglotten bezeichnen soll (andere Beispiele dieser Art s. oben S. 43). Die vom Verfasser 11