Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 130)
- Language
- German
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125 zu ersehen ist, ebenfalls und zwar richtiger aus Job 28, 25 gefolgert wird. Es lassen sich überhaupt zahlreiche Belege dafür anführen, dass in Tanchuma die Originalhaggada in überarbeiteter Gestalt wiedergegeben wird vgl. z. B. I, 15 (No. 19) mit den vom Herausg. angeführten Parallelen in Jerusch, und Gen. r. wo die aramäischen Bedestüeke hebräisch wiedergegeben werden, I, 17 No. 8 ff. mit Gen. r. c. 33, p. 95 Nr. 19 mit Gen. r. c. 5 1, 2 und zahlreiche derartige Stellen, auf die im Allgemeinen hinzuweisen genügt. — Es steht auch ausser Zweifel, dass T. bereits die Pesikta vor sich hatte. I p. 69 Nr. 18 wird das Auslegungsstück Pes. Hachodesch 46, 47 mit Auslassung des Unwesentlichen aufgenommen und an dasselbe eine neue specielle Deutung der Textesstelle geknüpft. Dasselbe Verfahren zeigt sich auch I 38 ff. II 85 ff in Bezug auf Pes. 73 ff. II 17 No. 18 wird Pesikta 108 b in einer dem Zwecke der Auslegung entsprechenden Weise vor getragen; II 78 wird, da dieser wegfällt, die ursprüngliche Ordnung beibehalten. Das Midraschstück II 45, 46 hat auch Pesikta Hachodesch 50 a wo aber der Text mit der Bemerkung B. Asarja’s noch in anderer Weise behandelt wird (s. Pes. ib. 50b, 51a). In T. wurde also blos ein Teil dieses Midraschcomplexes aufgenommen, wobei der Name R. Tanchuma, der dort vor zwei Sätzen sich befindet, weggelassen und wahrscheinlich dem Ganzen dafür die Uebersehrift בך דרש ר' תנחומא בי־ אבא vorgesetzt wurde. Auf eine offenkundige Weise zeigt sich die Benutzung der Pesikta in T. II p. 69, 70 (No. 3), wo die Begründung ומה טעמא וינסו את ה' בלבבם ZU dem Satze R. Lewis (Pes. 28 a) dem Verf. dazu dient, das ganze Auslegungsstück, dessen Schluss derselbe bildet, mit Pes. 21 ab. zu verbinden, indem er dasselbe bis zu dem Passus 'ומה תגסון את ה aufnimmt und daran die Frage ומה דדו מנסים anreiht. In der Original-Haggada gehörten diese Partieen nicht zusammen. II 22 No. 3 finden wir eine längere Homilie, in der man bei Däherer Betrachtung eine freie Bearbeitung eines Thema’s in Pesikta Achare Mot erkennt, welche Haggada dann in dem betreffenden Abschnitte fast vollinhaltlich wiedergegeben wird. Dass die Pesikta dem