Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 124)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2418846-2418855--1458-2420351- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
119 erste Wort (• החבא *iti Jesch.1 1. e.) mit ו am Anfänge der folgenden Zeile zu verbinden, wonach הסופר אמרי שפר דודו ein Compliment für jenen Oheim darstellen soll. Josef b. Kalonymos ist ohne Zweifel der Verfasser der drei bei Zunz (Literaturgesch. S. 335) erwähnten Poesien, was auch der Herausgeber annimmt. Die Begleitformel חזק אמץ לעד בתו in dem Klageliede אמרר בבכי ') die Josef b. Kalonymos eigentümlich ist, (s. Zunz synag. Poesie S. 370), erscheint auch bis auf das letzte Wort in den hier veröffentlichten Gedenkversen über die in den Büchern Job, Proverbia und Psalmen gebräuchliche Accentuation 1 2) Wir besitzen sonach von Josef b. Kalonymos einen Pentateuchcodex, zwei von seinen eigenen Commentaren begleitete Lehrgedichte über die Accente und drei synagogale Poesien. Ersterer stammt aus dem J. 1238, währenddem das den Opfern der Euidaer Judenverfolgung gewidmete Klagegedicht (Steinschn. Kat. Hamb. S. 50) wohl schon im Jahre 1235 verfasst wurde. Ausserdem hat er, da er mit dem anderweitig genannten Josef Nakdan (Zunz, z. Gesch. S. 111, 113; S. G. Stern, Liber Responsionum, Prol. p. XI, XII, XVIII), wohl identisch ist, ein Torarollen-Regulativ ausgearbeitet u. Parchons Lexikon glossirt, dagegen ist es zweifelhaft, ob die Glossen in dem gedruckten Semag (geb. No. 19, 22) ihm angehören.3) Letztere konnte er erst mindestens im J. 1250 geschrieben haben, da das glossirte Werk selbst aus dem Anfänge des 1) Die Buchstaben ל und מ sind in der Reihe der alphabetischen Strophen nicht vertreten. Die Worte לפי מלאת /^ץ bedeuten: Nach Ende der s i e b e n z i g Jahren des bab. Exils (Jer. 29, 10), was Bär (Comm. z. St. S. 124) verkannt hat. 2) Die Buchstaben 1א0 צרור . . . לאל . . . ■;ן*ףר (v* 40, 41) gehören noch zum Akrostichon. 3) Stern (1. c.) will dies aus Zunz z. Gesch. S. 111 Jierausgelesen haben, wo jedoch nichts dergleichen angegeben ist. Nur Menachem Asarja de Fano (Resp. No. 38) hält den anonymen sich אני הנקדן nennenden Glossator für Josef Nakdan, der in jenen alten Zeiten ein anerkannter Kenner gewesen sei“ (וכן בחר גם לדעה הנקדן שזכר שם הוא הר' יוסף שהגיה ״1 •(הסמ״ג ואיש חכם ומומחה היה בדורות הראשינים ההמה einer Glosse zu Ha-Teruma No. 201 heisst derselbe jedoch Kresbia Nakdan (s. Grätz Gesch. 6 S. 396 A. 2 und dagegen Bd. 7 S. 95 A.)