Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 111)
- Language
- German
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106 Esra einem ungenannten Jerusalemer zugeschriebenen Werkes. Unwahrscheinlich ist die Annahme Pinsker’s, dass der bei Ibn Esra (Mosnajim Vorr.) Genannte, der wohl mit J. G.’s Anonymus identisch ist (Jahrb. 3, S. 129), der Karäer Abulpharag Ibn Harun sei (s. Lik. Kadm. p. 5). Ein solcher würde wohl we* der bei J. G. noch bei J. E. einer so ehrenhaften Erwähnung gewürdigt worden sein. Eher ist hier an den von Masudi ge־ nannten Jachja b. Zakarija zu denken (s. Pinsker ib. Neub. a. a. O. p. 20). — Das Verständnis des literarischen Strebens Ibn Ganach’s, seiner Bildungsquellen und seiner Leistungen, wird uns in vorliegender Schrift so nahe gebracht, dass es dadurch fast überflüssig wird, dasselbe noch weiter aus den Quellen zu erschliessen. 7. אגרוח שי׳ר S. L. Bappaports hebräische Briefe an S. D. Luzzatto (1833—1860) mit Anmerkungen von S. J. Halberstam nebst Einleitung von Dr. A. Harkavy, herausgegeben von Esig Gräber, Przemysl 1855. 261 S. Wie die Briefe S. D. Luzzato’s, deren Herausgabe wir Hrn. Gräber verdanken, enthalten auch die an diesen Gelehrten gerichteten Antwortschreiben, die derselbe nun in vorliegender Sammlung der Oeffentlichkeit übergeben hat, ausser persönliehen Herzensergüssen, deren Würdigung dem künftigen Historiker überlassen bleiben mag, mannichfache Mitteilungen wissenschaftlichen Inhalts. Man folgt B/s Darlegungen auch da, wo er heute schon erschöpfte Themata bespricht, mit besonderer Aufmerksamkeit und fühlt durch die Anregung, die man aus denselben gewinnt, sich reichlich belohnt. Seine Ar־ gumentation, in der seine Meisterschaft bestand, eröffnet stets neue und richtige Gesichtspunkte, mit lichtvollem Blicke er־ faszt er in seinen Untersuchungen die Momente, die der Kritik eine sichere Stütze darbieten, und versteht seine glückliche Combinationsgabe mit einem Tacte zu handhaben, der sich nie ausserhalb der Grenzen des Wahrscheinlichen verirrt. Die Fragen, über welche B׳. in den vorliegenden Briefen seine Ansichten ausspricht, betreffen zumeist den Deutero-Jesaia, das Alter der Punctation, den Charakter des Onkelos-Tar-