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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 97

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 97)
Language
German
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92 gleitet und gastlich aufgenomraen hat, sie sollten daher auch ihm (Mosen) freundlich entgegenkommen und sich nicht auf Kriegsfuss gegen ihn stellen. Mit den Worten יקוד פערתם גבוהות נאומה will der Dichter vielleicht den Passus ולא עזבתם אותי עד ששרפתם מכם כתות באש (vgl. Synh. 18 b) wiedergeben. Für סערתם (al. בער בס) müsste demnach כיער בכם gelesen werden. In No. 4 Str. 8 bedeutet ״ מענובsich nicht verbinden“ (talm. ענב) und תתטב ist vielleicht Correctur f. תקנוב (»Du sollst abschneiden“ nämlich die Frucht). Das. Str. 17 ist מהדר wohl in מקךר (vor ״Dunkelheit“) zu emendiren. Die unpunctirt gebliebenen Worte No. 7 sind vielleicht in folgender Weise herzustellen: * נוחה ומשוך ורבוץ אמצך (vgl. Jes. 58, 11; 54, 11; Jer. 31, 2). — איפוס חישוך צפינה להחן (No. 9, Str. 2) heisst ״mit der aufbewahrten, zurückgehaltenen, verborgenen (Thora) #u begnadigen“ (zu אסום vgl. Deut. 28, 8). — Die Anzahl von acht und neunzig Auslegungsformen (Str. 3) hat nichts Auffälliges (s. Vorbem. S. 171). Zweimal neun und vierzig Arten der Hermeneutik werden schon in den talmudischen Quellen genannt מ'ט פנים טהור ומ״ט פנים טמא (Pesikta No. 4, Ed. Buber 31 b 8. da£. A. 28). In Str. 11 ist שלום unverständlich und wohl עולם dafür zu setzen (״bei der Grundlegung der Welt“). Für כח (Str. 14) ist נח zu lesen und noch die Lücke nach עשרה durch דורות auszufüllen. Das vorletzte Glied lautete viell^^S מופת היה זה . In dem Passus תלמוד להרבות עשרה כנופיה (p. 214 s. A. 19 u. Bern. z. St.) war wohl auf Abot, 3 b Bezug genommen. — Es darf den Männern, die dem Schöpfer einer Wissenschaft der jüdischen Litteratur, dessen Arbeiten ihnen ein Quell reicher Belehrung und ein Vorbild gründlicher Forschung geworden sind, am Abende seines Lebens in dieser Schrift eine Weihegabe des Dankes dargebracht haben, dies heute umsomehr zur Genugthuung gereichen, als man von unberufener Seite sich nicht gescheut hat, nach seinem Tode mit stumpfen Waffen gegen ihn anzukämpfen.*) Man braucht noch lange kein persönlicher Ver« *) Es braucht wohl nicht erst ausgesprochen zu werden, dass Herr De Lagarde, der ein Meister der Sprachforschung und Textkritik ist, deshalb doch nicht dazu berufen ist, über Zunz wissenschaftliche Arbeiten so abzuurteilen, wie er es in seinem Pamphlete ״Lipman Zunz und seine Ver-

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