Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 95)
- Language
- German
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90 specielle Beispiele, die in den anderen Schriften nicht erwähnt werden (s. Vorbem.) Dass dieselbe zum Teil noch unter dem Einflüsse christlicher Vorbilder stand, wie der Herausg vermutet, ist nicht unwahrscheinlich; doch wird in den Aeusserungen ihrer Gegner dieser Punkt keineswegs so betont wie S. 148 angegeben wird. Auch aus dem Hauptwerke der provencalischen Allegoristenschule, dem Malmad Anatolis x), kann man es erkennen, dass jener Einfluss nicht von solcher Prävalenz war. Das Sendschreiben ist auch insoferne als es uns die Haltung, die Meiri in dieser Streitfrage einnahm, klar erkennen lässt, besonders beachtenswert. Er wollte das Recht der Wissenschaft und die Freiheit der Forschung in keiner Weise beschränkt sehen. Die Gegner der Allegorese betrachteten ihn zwar als einen der Ihrigen und glaubten, dass er nur aus einiger gewissen Furcht vor den Allegoristen denselben das Wrort gesprochen habe (s. p. 171 יראח שבנגדנו על פניך), aber man erkannte aus seinem Schreiben doch, dass er ,,sich einen eigenen Weg gewählt habe“ (M. K. 172). Sein Schreiben hat jedenfalls trotz einzelner Zugeständnisse mehr überrascht als befriedigt. — Von dem arabischen Original des Maimunischen Mischna-Commentars zu Tohorot, dessen hebr. Text, wie Hr. Derenburg zeigt, durch die Oberflächlichkeit der Uebersetzer stellenweise ganz sinnlos erscheint, bietet uns derselbe einige Proben (p. 175 - 192), die die Herausgabe des ganzen Werkes als wünschenswert erscheinen lassen* 2). — Eine willkommene ־(■בי מה איכפת •לה' בין הנהח־־ים לשחוטיס משר ימליצה Oie Allegoristeu gaben zu, dass sie die Thora symbolisch erklären, doch werde dadurch die dem einfachen Sinne entsprechende Auffassung nicht beeinträcktigt (M. k. p. 85 ואיש אין בארץ יעשה מספידי החידה משלים שלא יהיה באחד ממנו (ממנה •1) מאמין בפשטים . Oie Allegorese beschränkte sich thatsächlich nur auf einige Erzählungen und Satzungen (Ephodi Gramm. •(עד שיאמרו בקצת ספורי התורה ובקצה מצות שדם משל ודמיו* ז •ק ף Die Bemerkung über denselben (S. 148 A. 27) hat bereits Geiger (wissensch. Zeitscbr. f. jüd. Theol. 5 S. 114 A.). 2) Für die S. 15h gelegentlich angebrachte Vermutung, dass die auf PV endenden Namen von Mischnatractaten wähl auch als Abstracta angesehen werden könnten, ist keine ausreichende Unterstützung vorhanden. Es wird doch wohl kaum behauptet werden können, dass z. B. ברכלת kein