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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 90

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 90)
Language
German
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85 treter derselben namhaft macht (s. Taam Sekemin p. 40, 41). Es ist kein anderer als Abner, der nach seiner Couvertirung den Namen Alfonso de Valladolid annahm, gemeint.1) Der Tenor der Aeusserung Chajim Ihn Israels zeigt, dass Abner zu seiner Zeit nicht mehr zu den Lebenden gehörte. Ist dieser nun, wie Grätz (Gesch. 7 S. 509) es wahrscheinlich gemacht hat, um 1347 gestorben, dann kann Ch. J. J. seine Schrift über das Paradies erst nach diesem Jahre, und, da er bereits im Jahre 1272 schrieb, (s. Perreau Vorbem. und Steinschn. H. B. 15, S. 1.) dieselbe erst im hohen Alter verfasst haben.2) Wir haben also hier das Werk eines gereiften Denkers vor uns, was auch aus dessen Inhalt sich zu erkennen giebt. Die Anregung zu demselben gab ihm Kimchis symbolische Auslegung der Geschichte Adams im Paradiese.3) Er will hauptsächlich zeigen, dass Ibn Esra mit seiner Annahme, dass die Erzählung vom Paradies nicht nur in esoterischem Sinne aufzufassen sei, sondern ein solches Land in einer Aequatorialgegend in der That auch vorhanden sein müsse, das Richtige getroffen hat. Der Verfasser stützt sich hierbei auf Beweisstellen aus den Schriften Avicennas (s. e. 4), gegen dessen Darlegungen die Widerlegungen des Averroes überhaupt nicht stichhaltig seien, (c. 5). Im Verlaufe seiner Untersuchungen gelangt er c. 10 zu dem Nachweise, dass die menschliche Willensfreiheit angenommen werden müsse, um einen Widerspruch, der in den Absichten des Schöpfers, die Menschen über die Erde auszubreiten und ihnen zugleich die Fähigkeit des ewigen Lebens zu verleihen, sich kundgiebt, zu beheben. Ersterer diente der Baum der Erkenntniss, der dadurch, dass Adam von seiner Frucht genoss, die Vertreibung *) Aus den Worten Ch. J. J.’s geht hervor, dass er die Schrift, in welcher er die Willensfreiheit negirte, noch als Jude verfasst hat, währenddem er nach N. durch dieselbe den Uebertritt zum Christen turne, welcher demnach als unfreiwillig und prädestinirt erscheinen muss, rechtfertigen wollte. 3) Iu der Ueberschrift Cod. De Rossi 187 ist dem Namen des Verfasser die Formel נר״ן hinzugefügt. Diese Copie muss also nicht lange nach der Abfassungszeit des Werkes angefertigt worden sein. 3) C. 9 p. 33. Kimchi verweist in seinem Genesiscomm. (3, l u. 22) auf diese besondere Schrift.

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