Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 86)
- Language
- German
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81 anzuhören unerträglich ist) 7 wiedergegeben, wobei wahrschein• lieh auf die bekannte Deutung zu ויגד (Exod. 19, 10) ״Worte so hart wie Corianderkörner“ (Sab. 87 a) reflectirt wurde. Gegen die S. 113 vorgetragene Vermutung, dass מדרש הלכות והגדרה (Schekalim 5, 1) ״Midrasch der Halachot und der Haggadot* bedeutet, spricht der Umstand, dass Ausdrücke wie מדרש הלכות oder מדרש הגדות dem rabbinischen Schrifttume völlig fremd sind. Man sieht auch nicht ein, warum in dem halachischen Lehrsätze ומלמדו מדרש הלכות והגדות, auf den der Verfasser sich beruft, die Art des Midrasch näher bezeichnet werden sollte, da doch in einem solchen die Namhaftmachung zweier Midraschgattungen gewiss nicht beabsichtigt werden konnte. Dass durch מדרש הלכות והגדות drei verschiedene Fächer bezeichnet werden, geht übrigens aus anderen Stellen hervor, besonders aus Ab. d. R. Nat. c. 28, wo drei Klassen von Schülern unterschieden werden, der nur auf einer Seite behauene ״Quaderstein*, der nur Midrasch lernt, der ״Eckstein*, der Midrasch und Halachot versteht und der auf allen Seiten geschliffene ״Baustein*, der in Midrasch, Halachot, Haggadot und Tosefta’s Bescheid weiss. Die Hauptthese des Verfassers, dass der Strom der jüdischen Mythe in die Haggada einmündete, wird indes durch die Widerlegung der letzteren Auf- Stellungen nicht umgestossen. — Für die Biographie des Abraham b. Natan v. Lunel, wie sie mit gründlicher Eruirung und Feststellung der einzelnen Details D.Cassel darbietet (S.122—137), liegt eine Vorarbeit Reifmann’s vor (Berliner u. Hofmann, Magazin f. d. Wissenschaft d. Judentums 5 S. 60—ö7). Ob daraus, dass Josef Ibn Schoschan, dem das Werk Ha-Manhig1) gewidmet ist, (vgl. auch Zunz, z. Gesch. S. 43 6, Grätz Geseh. 6 S. 393 A.), darin als Verstorbener bezeichnet wird, auf die Abfassungszeit des Werkes geschlossen werden darf (8. S. 126 A. 34) ist noch fraglich, da die Widmungsworte (2 b) an ihn 1J Eine besondere Schrift מחזיק הבדק > die in Juch. Ed. Lond. 221 a unserem Autor zugeschrieben wird (s. S. 124 A. 19), war ebensowenig vorhanden, wie בית ץבול (Reifm. s. 62). Die Worte לכן ספרי מחזיק הבדק 11) עליהם יסדתי וספר בית זבול לאלהי בניתי>) weisen offenbar nur auf den M. hin. 6