Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 83)
- Language
- German
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78 (75 נרהשלים a), nach dessen Meinung die Gedankenentwickelung der Metaphysik nicht ausreicht und an Vollkommenheit der in der Bibel dargelegten Theologie nachsteht. — Beachtenswerte Erklärungen zu vielen Schriftstellen bieten die ״Beiträge zur Bibelexegese“ von Dr. David Rosin (S. 36—78). Nicht ganz unbedenklich erscheint die Annahme, dass die Worte ע□ עור־ (Jes. 43, 8) als Vocativ die Heiden bezeichne; es dürfte vielmehr v. 8 die Fortsetzung zu v. 6 bilden und soll die Be־ Zeichnung blind und taub für Israel keinen Tadel, sondern eine Schilderung seines Leidenszustandes ausdrücken. Man nennt Israel das מblinde Volk“, die ״Tauben“, d. h. sie müssen sich bei dem traurigen Anblicke ihrer Leiden und den Spottreden, die über sie ergehen, ruhig verhalten. Demnach würde v. 7 nach v. 8 zu setzen sein. Das Personalsuffix in להרגיעו (Jer. 31, 1) auf הן zu beziehen (S. 50) geht nicht gut an. Der Passus soll besagen: als Israel zu seiner Ruhe ging, d. h. als es in das Land zog, in welchem es vor dem Feinde sich sicher fühlen sollte. — Spr. 13, 1 (S. 70) ist vielleicht zu lesen באחד - •בן חכם (Job 23, 13) giebt in die־ ser Form keinen Sinn, die LXX, hat dafür y.qIvsi, das wohl einem Textworte בהר entspricht. — In einer interessanten Arbeit Marco Mortara’s ״la genesi e la Scienza“ (79 — 91) erhält dies oft behandelte Thema eine neue Beleuchtung an der Hand von Ergebnissen neuerer naturwissenschaftlicher Theorien. — Zu der Abhandlung: ״Begriff und Ursprung der Tosefta“ von Dr. N. Brüll (S. 92—HO), in welcher der Versuch gemacht wird, die vielfach ventilirte Toseftafrage von einem neuen Gesichtspunkte aus zu erledigen, ist noch Einzelnes nachzutragen. Die LA• סתם בי״יתא ר' נחמיה hat auch ein Codex des Bri־ tisch Museum in dem dem Scherira-Briefe ein verleibten Text des Seder Tanaim1) (שומר ציון הנאמן No. 113 p. 225, wo das *) Ygl. das. p. 2 L1 ff. Der Text des Seder-Tanaim, der dort mit dem des Scherira-Briefes verflochten ist, hat durch R. Josef Tob Eiern seine Fassung erhalten. Das wird durch eine Glosse bezeugt, welche durch eine zweite Glosse erklärt wurde, die wiederum eine Bemerkung einer dritten Hand hervorrief. Zu den Worten והילכתא כמר בר ר' אשי לבר ממיכ״ך י שבועה - auf welche noch ein Stück des Scherira-Briefes folgt, bietet nämlich der Text noch Folgendes: ואני יוסף שמעתי כי טעות סופר הוא