Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 65)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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60 welches schon Raschi z. St. als Glosse bezeichnet. Wir erinnern noch an Taanit 1 a, wo die Weglassung einer Waw copuL in den Texten, das aber in dem betreffenden Passus in den Commentaren Chananel’s und Jizchaki's sich noch vorfindet, die stattgehabte Interruption des Grundthema's nicht mehr merken lässt. Auf die Frage, warum in M. Taanit 1,1 der Ausdruck גבורוח גשמים gewählt wurde1) (מאי גבורות גשמים) folgt daselbst die Antwort אמר ר' יוחנן מפרי שיורדין בגבורה כתיב עושה גדולות וכהיב הנותן " פני חצות Sicherlich wurde zur weiteren Illustrirung dieser Ansicht hiernach der zweite Satz R. Jochanans angefügt ואמר ר' יוחנן ג' מפתחות בידו של הקב״ה, durch welchen die Angabe מפני שיורדי[ בגבורה erst recht verständlich wird. Die erwähnte Bezeichnung für das Gebet um Regen, will dieser nämlich sagen, soll darauf hinweisen, dass dieser als ein Ausfluss der unmittelbar schaffenden Gotteskraft anzusehen sei. Eingeschaltet ist hier also die nähere Interpretation der Beweisstellen R. Jochanan’s von Rabba b. Schela, von welchem auch sonst (Berach. 2 b, 10 a) ähnliche Er״ klärungen mitgeteilt werden, und die Bemerkung ומנא לן יורה ומלקוש die, obzwar sie auch Chananel vor sich hatte, in manchen Codices fehlt. X. Synoden der deutschen Juden im Mittelalter. Es ist durch mehrfache Zeugnisse festgestellt, dass im Mittelalter Rabbinen und Delegirte der jüdischen Gemeinden Deutschlands in Synoden zusammenzukommen pflegten, um gemeinsame Angelegenheiten zu beraten oder behufs Beseitigung vorhandener Missstände und Ordnung ritueller und judicieller Verhältnisse bindende Beschlüsse zu fassen, wie auch in obschwebenden Streitsachen endgiltige Entscheidung zu treffen. Schon im 12. Jahrhunderte bildeten die Gemeinden Speyer, י) Das Richtige über denselben bietet A. Krochmal (Scholien z. bab, Talm. S. 87.)