Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 62)
- Language
- German
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57 Beute weggekommen, nach Rom gelangt und dort in der Synagoge de-Aswerosch aufbewahrt wurde“ (S. 339 das.). Epstein hält diesen Pentateuch-Codex für denselben, der nach Jos. b. j. 7, 5 von Titus nach Rom gebracht wurde. Die Synagoge soll nach Severus, der nach Lampridius (Sever. 28) spottweise archisynagogus genannt wurde, diesen Namen erhalten haben. Es ist nicht unmöglich, dass dem so ist — in solchen Dingen lassen sich keine stricten Beweise erbringen —, die Thatsache ist aber selbst durch j. Meg. 1, 11 nicht genügend bezeugt. Da wir nun sichere Nachrichten über eine jüdische Gemeinde der Siburesier in Rom besitzen und anzunehmen ist, dass die Synagoge derselben ihren Namen führte, ist es mehr als wahrscheinlich, dass אסוירוס hier nicht den Namen den Kaisers Severus, sondern den der siburesischen Gemeinde (אסויר־וס J£1ßovQ7ja101) darstellt. Mose Darschan hat von den erwähnten Varianten wohl auch nur durch eine aus Italien stammende Quelle Kenntnis erlangt, die selbst einer Zeit angehörte, in der die Gemeinde der Siburesier noch bestand. VIII• Mose Ibn Schanas, ein jüdischer Günstling des kastilischen König Heinrich II. In einer handschriftlichen Sammlung von Empfehlungsbriefen und anderen Piöcen, wahrscheinlich von einem spanischen Litteraten Salomon Chasan im Jahre 1410 zusammengetragen (s. Halberstamm in Kobak’s Jeschurun 9 hebr. Beil. p. 1 ff.) ist in No. 9 von einem jüdischen- Günstling des Königs von Castilien und dessen Sohn Abraham die Rede (s. A. 1 das.). Die betreffende Stelle wurde dann von H. in Steinschneiders H. Bibi. 18, p. VI, VII mitgeteilt, der auf Grund des edirten Textes annimmt, dass derselbe Isak geheissen habe. Es wird nämlich in demselben dem Abraham, einem Sohn jenes in Murcia in hohem Alter verstorbenen angeblichen Ratgebers des kastilischen Königs, das Zeugniss ausgestellt, dass sein