Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
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53 VI. Xsak Akrisch. Ueber die Schicksale und Lebensverhältnisse Isak Akrisch's, dieses wandernden Litteraten, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verschiedene Reisen unternommen, sich in der Welt viel um gesehen, manche wertvolle Ueberreste der jüdisch-mittelalterlichen Litteratur vom Untergange gerettet und im Umgänge mit Christen und Mohamedanern gerne Anlass genommen hat, das Judentum gegen seine Angreifer zu verteidigen, finden wir in den Vorreden zu den drei von ihm veröffentlichten Collectionen kleiner Schriften einige Mitteilungen, die aber, so glaubwürdig sie an sich sein mögen, doch nicht recht zu einander stimmen wollen. Grätz, der noch ein von ihm aufgefundenes Epigraph eines handschriftlichen Werkes, das im Jahr 1577 für Akrisch copirt wurde, zur Aufhellung der Thatsachen zu Hilfe nimmt, gerät, trotzdem er sichere Resultate gewonnen zu haben glaubt, doch selbst wieder in einen Widerspruch zu denselben. (Gesch. 9 S. 9—11). ״Noch als junger Knabe“, erzählt er, ״wurde Akrisch aus Spanien ausgewiesen und in Neapel trafen ihn die Leiden . . . bis er in Egypten im Hause eines Verbannten . . . für einige Jahre einen Ruheplatz fand.“ Nach seiner Annahme (Noten das. » LXVni A.), dass die Zahl ט״ו in der Vorrede zu קול מבשר (Ed. Konst. 1577) aus מ״ו corrumpirt ist, kann aber Akrisch erst im Jahre 1499 geboren worden sein und daher nicht zu den spanischen Exulanten gehört haben. In letzterem Falle musste auch die Veröffentlichung der von Akrisch herausgegebenen Schriften in einer Zeit erfolgt sein, in der er das 80. Lebensjahr schon erreicht oder gar überschritten hatte, und da hätte er doch wohl in den Vorreden, in welchen er mancher seiner persönlichen Erfahrungen gedenkt, es nicht so ganz unerwähnt gelassen, dass er bereits im Greisenalter stehe. Diese Unwahrscheinlichkeit entfällt indes bei näherer Betrachtung der Stelle (Einl. zu den drei Canticum-Commentaren Ed. Konst., auch mitgeteilt bei Ghinondi Biogr. p. 188), auf welcher die