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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 48

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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43 II. Faronomasirende Barstellung nichtjüdischer Namen bei hebräischen Bichtern. In einem Gedichte Ihn GabiroFs (abgedruckt bei Geiger Salomon b. Gabirol S. 125—127) erscheinen die Worte ארז דלת (wörtlich: Zeder, Thüre) ganz unverständlich. Geiger erblickt mit Recht in denselben eine durch ihre Lautung sich ergebende Darstellung des Namens Aristoteles. Die Riehtigkeit dieser Vermutung konnte indess bezweifelt werden, so lange nicht andere Beispiele dafür, dass nichthebräische Namen auf ähnliche Weise durch Nebeneinanderstellung gleichlautender hebräischer Wörter dargestellt wurden, nachgewiesen werden konnten. Ein solches finden wir nun in den Dichtungen des am Anfänge des vierzehnten Jahrhunderts lebenden italienisch-jüdischen Dichters Immanuel de Fermo. In dem Lobgedichte auf seinen angeblichen Freund und Gönner Salomo, in welchem er dem Schmerz der Trennung von demselben Ausdruck giebt, (Mak. 8 ראיתי השמש יזרח ״) ruft er ihm unter anderem Folgendes zu: ראיתי דוד ושלמה כי יתמהו על חכמתו ראיתי חירום ובצלאל עירומים הם מערמתו ראיתי כי תלמיד נבוך לא השיג אבקת שירתו Man hätte für תלמיד נבון > wie Ed. Willheimer p. 65 hat, nach Analogie der vorangehenden Verse den Namen eines Mannes und zwar eines hervorragenden Dichters der alten Zeiten erwarten können. Nachdem Immanuel dem Freunde gesagt, dass David und Salomo seine Weisheit anstaunen und Hiram und Bezalel seine Erfindungsgabe nicht erreichen, konnte wohl derjenige, von dem in dem unmittelbar darauf folgenden Verse gesagt wird, dass er nicht ״den Staub seiner Dichtung* erreicht habe, nicht schlechthin als ein ״verständiger Schüler44 bezeichnet werden. Es konnte doch für den so sehr verherrlichten Gönner daraus kein besonderes Lob gemacht werden^ dass er ein weit grösserer Dichter sei, als ein verständiger

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