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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 42

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
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37 über ״das Zelt, die Lade und den Räucheraltar, welche Jeremia in einer Höhle des Berges *), von welchem aus Moses einst das heilige Land gesehen hat, verborgen hatte. Sie werden nicht eher aufgefunden werden, als bis einst Gott sein Volk wieder zusammenführen und in seiner Herrlichkeit sich offenbaren wird“ (2, 7, 8). Was wohl den Verfasser bewogen haben mag, diese Stelle aus dem angeblichen Schreiben Jeremia’s anzuführen? Gewiss nichts anderes als die Absicht, dem Lichtfeste auch eine vorbildliche Bedeutung für die Zukunft zu vindiciren. Die jetzige Weihefeier ist nur die Vorstufe für eine noch viel grössere, zur Zeit, in der die Erlösung zur vollen unverkürzten Thatsache geworden ist. Was die rabbinische Haggada (Pes. rab. c. 2 u. Parallelst.) verheisst von der ״Weihe des zukünftigen Zeitalters“, das auch seine Lichter hat, wie der Prophet sagt: ״Das Licht des Mondes wird wie das Licht der Sonne werden und das Licht der Sonne wird siebenfach strahlen (Jes. 30, 51)“, das will der Verfasser des Sendschreibens in seiner Art zum Ausdruck bringen. Die Frage, was aus dem Stiftszelt geworden sei, haben auch die Talmudisten sich vorgelegt. Sie nahmen an, dass es als der salomonische Tempel erbaut wurde, verborgen worden sei (Tos. Sota 13, 1, b. S. 9a משנבנה מקדש ראשון נגנז אהל מועד). Auch die Lade, die dem zweiten Tempel fehlte (Joma 21 b u. Parallelst.) galt als verborgen (M. Schekal. 0, 1, 2, s. Gern. z. St.; Tosefta Schek. 2, 18). Die Ansicht, nach welcher der König Josua sie verborgen habe, damit sie den Babyloniern nicht in die Hände falle, kömmt der des Sendschreibens, die dies von Jeremia berichtet, am Nächsten.* 2) Nach der Anführung solcher bedeutsamer Momente, durch welche die Chanukafeier das Ansehen einer in Gesetz und Ueberlieferung, in Erinnerung und Hoffnung, in Geschichte und Glauben begründeten religiösen Institution gewinnen musste, wird, um dasselbe gegen jede Anfechtung zu schützen, zuletzt noch 0 in Josippon c. 3 (1.בהר בגו(^דן• 2) Der apokryphe Kelim-Tractat handelt von der Auffindung der alten Tempelgeräte, die einst ihrer Verborgenheit entrissen werden sollen.

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