Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
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35 ersten Opfers ein Zeitraum von acht Tagen verstrich, als Muster und biblische Grundlage desselben angesehen und die Errichtung des Stiftszeltes ist es, die hier oxrivonriyia genannt wird. Auch in der rabbinischen Halacha wurde diesem Charakter des Festes gemäsz für dasselbe der mit den Worten: ״Und es war an dem Tage, an dem Moses die Aufrichtung des Stiftszeltes beendet hatte“ (Num. 7, 1 ff.) beginnende Abschnitt zur Thoralection bestimmtJ) (M. Meg. 3, 6, Tractat Soferim Ed. Müller 3, 7; 20,10). ״Dieses Chanuka, das wir feiern“, bemerkt ein Haggadist, ״dient zur Erinnerung an die Einweihung (des Tempels) durch die Hasmonäer, als sie die Griechen im Kriege besiegt hatten. So hielt man auch, als die Arbeit am Stiftszelte vollendet war, ein Weihefest, wie es heisst: ״Dies ist die Einweihung des Altars (Num. 7, 84).“ (Pes. rab. Ed. Friedmann c. 6 p. 23 a.) Dem Verfasser des Sendschreibens ist es zwar hauptsächlich darum zu thun, biblische Beweisgründe für die Vorschrift des Lichteranzündens des Weiteren auseinanderzusetzen, aber er will dabei auch die achttägige Dauer des Festes erklären und das biblische Motiv desselben andeuten. Er verweist auf die Einweihung des Tempels durch Salomo und dabei zugleich auch auf die Einweihung des Stiftszeltes durch Mosen (2,9—13).1 2) Dadurch, dass er das Moment des herabfallenden himmlischen Feuers, dessen Symbol die Lichter der Chanukafeier sein sollen, besonders in den Vordergrund stellen will, tritt der Vergleich bezüglich der achttägigen Dauer derselben freilich nicht so deutlich hervor, doch muss der Grundtext des Sendschreibens, das an dieser Stelle etwas lückenhaft ist, darüber noch Manches 1) In manchen Gemeinden war es Brauch, auch den vorstehenden Priestersegen (Num. 6, 22—27) mit in die Thoralection einzubeziehen, wohl zum Andenken an das hasmonäische Priestergeschlecht (vgl. darüber Sal. Algasi □לחם סתרי Fd. Strassburg 114a). 2) Auch aus Megillat Taanit c. 9 geht hervor, dass die Weihefeier zur Zeit Moses und die Feier der Tempeleinweihung durch Salomo dem Chanukafeste als Vorbild gedient haben. ומה ראו לעשות חנוכה שמנה ימי□ והלא חנוכה שעשה משה במדבר לא עשה אלא שבעת ימים וכן מצעו בחנוכה שעשה שלמה .. .• Biese Bemerkung entstammt einer Schule, der das talmudische Wundermährchen nicht bekannt war. 3*