Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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30 — V. Die Geschichte von Susanna und Daniel. Ueber Vaterland, Abfassungszeit, Inhalt und Charakter dieses Apokryphums vgl. Jahrb. 3, S. 1—69; 4, S. 133; 5, S. 101 und Weiss-Friedmann Bet-Talmud I. p. 1121). VI. Das Sendschreiben der Falästiner an die Alexandriner. Als Urkunde über die Einsetzung des Chanukafestes hat dieses Sendschreiben für die Alexandriner, an die es gerichtet war, eine besondere Bedeutung erlangt. Gewissermaszen zur Legitimirung der Feier desselben wurde es dem alexandrinischen (zweiten) Makkabäerbuche' als Einleitung vorangestellt. Die Entscheidung über Echtheit und Unechtheit desselben hängt im Wesentlichen von der Untersuchung über den Grundtext desselben ab. War es ursprünglich in hebräischer Sprache abgefasst, dann hat der Verdacht einer Fälschung seine festeste Stutze verloren. Dafür, dass dem Texte dieses Sendschreibens ein hebräisches Original zu Grunde liegt, sind nun in der That so sichere Anzeichen vorhanden, dass daran nicht mehr gezweifelt werden kann. Durch die Untersuchungen Grätz’s2) hat es sich herausgestellt, dass an manchen Stellen der Sinn der hebräischen Vorlage verkannt wurde und dadurch Härten und Unklarheiten entstanden sind, die sich nur durch die Restituirung der hebräischen Textesfassung beseitigen lassen, und es kann sich hier für uns nur darum handeln, die Beweise, die er für seine wolbegründete Vermutung zu Grunde legt, zu rectificiren oder auch zu vermehren. 9 Elasar b. Matatia (Supercomm. zu Ibn Esra bei Berliner Magazin 4, S. 147) nennt die Susanna-Schrift מגלת יהודית בת יהויקים» indem er wie Nachmani (Jahrb. 3, S. 6 A.) Susanna mit Judit verwechselt. *) S. S. 2 A.