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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 24

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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19 Sinne dieser Ausführung ist selbst ein Leben in Kummer und Sorge noch immer dem Tode vorzuziehen und zwar aus dem Gesichtspunkte der Frömmigkeit, indem mit dem Tode auch die Möglichkeit der Gottesverehrung aufhöre. Ist, wie die erwähnten Anzeichen darauf hinweisen, dieser Teil des Baruchbuches ein Product der von Alkimos geschaffenen Friedenspartei, dann kann sie nur in dem ersten Jahre seines Pontificates, in welchem er das Vertrauen derselben besass, verfasst worden sein d. i. a. 162/163 ante. Allem Anscheine nach ist bei der Niederschreibung derselben, die vielleicht in Eile erfolgt ist, nicht die nötige Sorgfalt beobachtet worden. Es hat eine irrtümliche Versetzung nicht nur von einzelnen Versen sondern auch von grösseren Partien stattgefunden*), was sich nur durch die Annahme erklären lässt, dass manche Sätze blos an dem Rand des Textes demselben hinzugefügt und dieser selbst in losen Blättern aufgefunden wurde. Das Gebet der Exulanten und die Schrift des Baruch wurden, da wol auch ersteres diesem zugeschrieben wurde, als Werke gleichen Ursprungs mit einander vereinigt, wobei durch die eigentümliche Zusammenstellung der geschichtlichen Vorberichte die ursprüngliche Getrenntheit derselben unkenntlich gemacht wurde. Es lässt sich nicht mehr bestimmen, wann und durch welche Hand die Vereinigung beider Schriften be- *) Der Passus ... (2, 19) hängt unmittelbar mit v. 18 zusammen. Der Satz ä7t'o r?jq —0*01׳ gehört zwischen v. 20 und 21, indem die Erwähnung des Auszugs aus Aegypten dazu Veranlassung gab, auf die Widerspenstigkeit Israels von damals hinzuweisen. 2, 4—5 (bis tTtüvoj) scheinen nach 3, 8 zu gehören. 1, 15—2ö bilden den ersten Teil des Gebetes; der zweite hat in dem Eingänge 2, 6 —11 denselben Anfang (לך ה' הצדקה)• Auch hier gehört v. 10 zu v. 8 und v. 9 erscheint dann als passender Schluss dieses Absatzes. An 2, 11—19 ist 3, 1—8 anzureihen Nachdem nämlich gesagt wurde, dass nicht die Todten, sondern die Bedrängten Gott preisen, nimmt das Gebet eine Wendung, die von diesem Gedanken ausgeht. Zwischen 3, 4 und 5 sollte wahrscheinlich 2, 19 stehen, das an seiner Stelle fast ganz beziehungslos erscheint. (Der Schluss dieses Verses ist wol durch die Worte כי א□ על רחמיך הרבים zu ergänzen.) An 3, 8 schloss vielleicht 2, 4, 5 sich an und darauf folgte 2 20—35. Erst durch die letztere Dislocation erhält das Gebet mit 2, 35 einen stylgemäszea Abschluss. 2*

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