Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VIII. (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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18 behauptet werden, dass der Name des Priesters Joakim (1, 7), der sonst nicht nachweisbar ist, absichtlich gewählt wurde, um den Anspruch des Jak im (Alkimos) auf die Hohepriesterwürde durch die Erinnerung daran, dass dieses Amt schon früher einmal von einem Manne dieses Namens bekleidet wurde, einigermassen plausibel zu machen, aber es fehlt dennoch nicht an weiteren Indicien, durch welche die Vermutung, dass die Schrift der Zeit dieses Priesters angehört, an Wahrscheinlichkeit gewinnt. In v. 14, 15 lässt der Verfasser die Betenden Gott anrufen, dass er ihnen bei denen, die sie in die Gefangen- Schaft geführt haben, Gunst verleihe, damit die ganze Erde es erkenne, dass sein Name genannt werde über Israel und seinem Geschlechte. Giebt dieses Gebet schon den Wünschen des Volkes eine lüchtung, für welche in den für die nationale Selbständigkeit erglühten Seelen kein Boden vorhanden sein konnte, so zeigt das fast tautologisch klingende ״über Israel und über sein Geschlecht“, dass der Verfasser die naheliegende und in dieser sprachlichen Verbindung überlieferte Vorstellung, dass der Name Gottes über dem Volke Israel und über der Stadt Jerusalem genannt werde, absichtlich zurückgedrängt und zu על ישראל anstatt ועל עירך das ähnlichklingende aber überflüssige ועל עמך hinzugefügt habe. Er will nämlich die eigentliche Heiligkeit nur für den Tempel anerkannt sehen, aber nicht auch für die Stadt Jerusalem, die, wenn es die Umstände mit sich bringen, auch ein Besitz der Fremden werden dürfe. Eine Anspielung auf die in dem Verteidigungskampfe Juda Makkabis gefallenen Judäer, denen, wenn man nach Alkimos Plan sich mit den Herrschern in ein friedliches Einvernehmen gesetzt hätte, der Tod durch das Schwert erspart geblieben wäre, enthält wol auch v. 17, wo gesagt wird, dass die Todten in der Unterwelt, von denen der Geist genommen ist, Gott nicht mehr preisen können* wol können das jedoch, wird dann (v. 18), ausgeführt, Betrübte und Gebeugte 1). Im 1j Für £711 to fxtyifJog vermutet Kneucker z. St. als hebr. Textwort ורגל» das fälschlich וגדל gelesen wurde; vielleicht stand im Texte נפש נכאב ודל und wurde letzteres von dem Vertenten für גדל gehalten. Der Sinn bleibt in beiden Fällen so ziemlich derselbe.