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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 22

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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11 und gewissermaszen auf seine Intention, sich der Herrschaft des Demetrius zu unterwerfen, eingegangen sind (12—14). Im zweiten Makkabäerbuche (14, 6) erscheint er zwar auch als Ankläger der Assidäer, die unter Führung des Makkabäers Juda durch Krieg und Aufruhr Unruhe erregenx), aber was ihn zum Gegner Judas macht, ist die kriegerische Haltung desselben den Seleuciden gegenüber, die, so lange die Führung des Volkes in seiner Hand liegt, einen friedlichen Zustand in Judäa zur Unmöglichkeit macht (v. 10). Der Antagonismus zwischen Juda Makkabi und Alkimos bestand also darin, dass jener durch Kampf die Befreiung Judäas von der Fremdherrschaft erzielen wollte, währenddem dieser es vorzog, die politische Selbständigkeit preiszugeben und dadurch dem Lande den Frieden zu erhalten l 2). Da Alkimos allem Anscheine nach gerade in den Kreisen der Frommen für seine Gesinnung Propaganda zu machen suchte, so kanp es wohl auch vorgekommen sein, dass an die jeremianischen Friedensmahnungen erinnert und das Exil als eine Folge der Nichtbeachtung derselben dargestellt wurde. Wenn solche Gedanken nun in dem den ersten Teil der Barueh- Schrift bildenden Gebete zu deutlichem Ausdrucke gelangt sind, so erscheint, da dieses auch sonst alle Spuren einer in die Makkabäerperiode zurückreichenden Abstammung in sich trägt, die Annahme, dass es zur Zeit des Alkimos verfasst wurde, genügend gerechtfertigt. Es kann natürlich nicht ohne Weiteres l) Nach Geiger (Urschrift S. 223) liegt in dieser Angabe die Absicht, den Bericht des ersten Makkabäerbuches über das Verhältnis Alkimos’ zu den Assidäern zu bestreiten. ־) Auch die haggadische Erzählung, nach welcher Jakim (Alkimos) seinem Oheim Jose b. Joeser, als dieser hinausgeführt wurde, um den Tod durch Henkershand zu erleiden (für למצטבלה h למצטלבה)» zurief: Siehe das Pferd, auf welchem dein Herr dich reiten lässt, und siehe das, welches mein Herr mir gegeben hat, lässt die Thatsache durchblicken, dass Alkimos das Martyrium für die politische Freiheit als thöricht ansah. (Die Angabe, dass er am Sabbat geritten, ist nur eine jüngere Illustration zur Erklärung der sinnbildlichen Redensart ״ein Pferd reiten“.) Die Erzählung von dem quälvollen Tode des Jakim-Alkimos (in 1. Mak. 9, 54—57), über welchen auch in anderer Weise berichtet wird, erhebt die Vermutung, dass Jakim und Alkimos identisch sind, über allen Zweifel.

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