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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1887-01-01 · VIII. (1887) · page 7

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VIII. (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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2 gleichsam als einleitende Partie, die mit ihrem eigentlichen Inhalte gar nicht in Zusammenhang steht, ein Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden Aegyptens betreffs der Einsetzung des Chanukafestes (2 Mac. 1, 1—2, 19) vorangeht. Dieses Schriftstück, dessen Echtheit durch neuere Forschungen festgestellt wurde1), war von Vorneherein sicherlich nicht dazu bestimmt, in weiteren Kreisen verbreitet zu werden. Es war eine briefliche Urkunde, die durch Aufbewahrung vor Untergang geschützt wurde, ohne dass damit die Absicht verbunden war, ihr litterarische Publicität zu verleihen. In Alexandrien hat sie noch lange Zeit, nachdem sie dorthin gelangt war, sich vorgefunden und nur von dort aus kann ihr der Weg gebahnt worden sein, auf welchem sie dann als passende Beilage zu den Auszügen aus der Makkabäergeschichte des Jason von Cyrene in die Oeffentliehkeit hinausgesendet wurde. Haben nun die der Apokryphensammlung angehörenden Schriften das eine mit einander gemein, dass sie sämmtlich durch alexandrinische Hände gegangen sind, die ihnen das griechische Sprachgewand verliehen haben, so wird man doch, besonders wenn es die Untersuchung der Gründe gilt, aus welchen sie in den hebräischen Kanon nicht aufgenommen worden sind, zwischen den einen, in denen der griechische Text als das Original anzusehen ist, und den anderen, die sich als Uebersetzungen hebräisch abgefasster Werke zu erkennen geben, wohl zu unterscheiden haben. Bei ersteren war nämlich dadurch, dass sie von Hause aus ein fremdes Sprachgepräge an sich tragen, die Möglichkeit der Aufnahme in den Kanon vollends ausgeschlossen. Sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach in Palästina, wo darüber entschieden wurde, nicht einmal bekannt geworden und wenn ihnen dennoch in der alexandrinischen Gemeinde ein gewisser Grad von Heiligkeit zuerkannt wurde, so hatten sie dies den aus Palästina dorthin gelangten und als kanonisch anerkannten Schriften zu verdanken, denen sie wegen ihres verwandten Inhalts angereiht und dann auch gleichgestellt wurden. Dem *) Grätz Monatsschrift f. Gesch. u. Wissensch. d. Judentums 1877, S. 1—16, 49—60.

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