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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 184

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 184)
Language
German
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180 dem heutigen Kurn-Sartaf, welcher Name wahrscheinlich auch in dem in dessen Nähe unfern von Gerisim gelegenen Orte Tirathaba (Jos. ant. 18; 4, 12) zu erkennen ist. Bet-baltin war den babylonischen Amoräern nicht mehr bekannt (R. hasch. 23 a), es kann daher auch nicht in dem eigentlich babylonischen Gebiete sich befunden haben; es ist höchst wahrscheinlich Barbalissus, ein am Euphrat gelegenes Castell in Chalybonitis, bei Abulfeda Bales genannt (s. Männert, Geographie v. Arabien u. s. w. S. 406, Weil Chal. I, 222 ff.). Bei den Klippen von Balis beginnt das Thal der Euphrat, dessen Lauf vorher eingeengt war, sich auszuweiten, ״hier ist eine Naturgrenze“ (Spiegel, eran. Altertumskunde 1, S. 166). Von dort aus hatte man also in der That einen weiten Ausblick in die weiter nach Osten gelegene Landschaft. Die Identification mit ב ירם (Bir, Birtha, s. Männert 5. 391) ist nur als Vermutung anzusehen, Birtha hatte blos vorrübergehend auch den Namen Seleucia, von einer sonstigen Aenderung desselben ist nichts bekannt1). — □ביר ist Deir-Barema, 12 Meilen von Holwan entfernt (s. De Laet descr. Pers. p. 41). — S. 17 nimmt der Verfasser mit Rappaport an, dasz p7y (Kid. 71b) Gazaka bezeichne, was aber nicht anzunemen ist, da hiezu נהר nicht paszt und G. sonst nur גינזק genannt wird. Es ist wahrscheinlich der Flusz Saokorasin Mesopotamien gemeint, der ebenso p7y* (welche LA. auch durch Hajaschar No. 55 bestätigt wird) als py^ genannt werden konnte. — Ueber בגדא ואוונא hat Kohut das Richtige. Die LA. אכברא hat auch Hajasch 1. c. — תולבקני (hei Ra-schi zu Gen. r. 16 תרביקרס) hat allerdings eine so grosze Namensähnlichkeit mit Thilbenkane, dasz die Identität beider nicht bezweifelt werden kann. Man kann nur, da dessen Lage es nicht zu einem babylon. Grenzorte qualificirt, annemen, dasz bei den Tradenten eine Namensverwechslung stattgefunden und תלתקני (Tilaticom um am östlichen Ufer des Euphrat), der Hafenplaz der Stadt Mabug, (Männert S. 397) gemeint war. Die Akra wäre dann das von Abulfeda erwähnte Bergschlosz Neszim. — Von אבי גרדך (S. 21) weisz man nur, dasz es in der Nähe von Machusa gelegen war, dessen Lage selbst nicht mit Sicherheit fixirt ist; ein ähnlicher Name ist Bagabbara, eine Meile von Mossul (Jakut DMG. 18 S. 433). — רקוניאpא(S. 23) ist viell. Akakuba zwischen Anbar und Bagdad (Weil Chalifen 11,609). — 8^)דרדשיר•) wird bei Jakut (1. c. S. 406 u. a. s. Meinand dict. geogr. p. 519) Beli-Ardschir genannt. — אשתטית (S. 24) ist der Fluss Set, der sich bei Bagdad in den Euphrat ergieszt. — Der נהר בב (S. 24) ist wahrscheinlich der Kanal Buweib in der Nähe von Kufa (Weil a. a. 0. S. 61). — בי כיבי (S. 27; ist Bakuba, 7 (nach Jakut 439: zehn) Parasangen von Bagdad (Weil 3, 390 A. 2). — Dasz בירם (Synh. 108) nach Palästina gehört, ist nicht nur wahrscheinlich, sondern *) Neubauer Geogr. S. 354 erblickt eine Aehnlichkeit des Namens ביןן בלתין Tel-Balkis, einem Dorfe in der Nähe von Bir. Dieses hiesz jedoch Tel-Bakis.

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