Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 183)
- Language
- German
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179 des Verfassers: ״sage nicht von einem Ausspruche, den man . . . nicht verstehen kann“ ist unrichtig. — S. 20 A. e regt der Verfasser die Frage nach der Bedeutung des Namens ‘Y^xavog an, den zuerst der Makkabäer Johann Hyrcan führt. Derselbe scheint eine latinisirende Uebersezung des Beinamens raöötg (Syr.גדי Böcklein, lat. hircus) zu sein, den Jochanan I., der älteste Sohn des Priesters Matatias, hatte. Der Sinn desselben ist freilieh nicht klar. 36. Beiträge zur Geographie und Ethnographie Babyloniens im Talmud und Midrasch von Dr. A. Berliner, Berlin, Gorzelanczyk & Comp. 1884. gr. 8. 71 S. Es läszt sich voraussezen, dasz die zumeist zufällig gemachten Angaben der babylonischen Amoräer über die Beschaffenheit ihres Heimatslandes und über Namen und Lage einzelner Ortschaften desselben der Wirklichkeit entsprechen. Soweit die Kenntniss dessen für die Verständlichmachung und Feststellung der Halacha von Interesse war, muszte es ihnen besonders darum zu thun sein, darüber zuverlässige Kunde zu gewinnen, aber auch da, wo blos persönliche Verhältnisse diesbezügliche Daten veranlassen, dürfen diese als vollgültige authentische Zeugnisse angesehen werden, denen ein wesentlicher Wert nicht abzusprechen ist Esist, wie wir aus vorliegender Schrift ersehen, in der talmudischen Literatur ein ziemlich reiches Material an solchen vorhanden, sowol was die Eigenschaften dieses Landes, seines Bodens, seiner Vegetation und seiner Einwohnerschaft im Allgemeinen betrifft als auch hinsichtlich einzelner Ortschaften, für deren Bestand und Namen wir hier nicht selten die ersten und auch einzigen Belege antreffen. Der Verf. hat dasselbe mit sorgsamem Fleisze gesammelt, mit umsichtigem Blicke geordnet, beleuchtende und ergänzende Angaben aus anderen Quellen in passender Weise beigebracht und eine ebenso klare als genaue, überschauliche und erschöpfende Darstellung dieses Gegenstandes zu Werke gebracht. Ergänzungen dürften vielleicht noch insoweit, als für die Namen einzelner im Talmud erwähnten babylonischen Orte noch anderweitige Belege eruirt werden, zu liefern sein, doch hat der Verfasser auch nach dieser Richtung hin reiche Aufklärung ermittelt. Einzelne Bemerkungen, die wir hier folgen lassen, werden auch zum Hinweise auf manche diesbezügliche externe Angaben dienlich sein. Die Auslegung der Worte אחרית ותקלה (Jer. 29, 11) durch דקלים וכלי פשתן wPalmen und Flachsgewänder“ (Taan. 29b) wird S. 6 A. 9 erwähnt, aber nicht erklärt. Sie stüzt sich auf die Gleichstellung von אחרית mit חרלת (Palmzweig) und auf die Anname, dasz תקוח auch Faden bedeute (Jos. 3, 18). — Dasz viel Sesam (S. 7) in Babylonien gepflanzt wurde, bezeugt Strabo 16, 1 vgl. auch Heeren, Ideen S. 115 Ä. 1. — S. 15 ff. werden die in M. R. hasch. 2, 4 genannten Stationsorte der Feuersignale, durch welche den Babyloniern der Beginn des Neumondes angekündigt wurde, besprochen. סרטבה idendificirt auch Sepp (Jerus. 11. d. h. Land I, 570) mit 12*