Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 180)
- Language
- German
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176 deren Bedeutung nicht sicher schien, war nur ein Schritt. Allem Anscheine nach war Saadja, dem als Stifter der arabisch-spanischen Exegetenschule eine genaue Kenntniss beider Sprachen uachgerühmt wird (Parchon sv. ppr>), der Erste, der die Bedeutung hebräischer Wörter durch Vergleichung ihrer arabischen Parallelen festzustellen versuchte. In dem nicht alphabetisch geordneten und daher wol einer gröszeren Schrift entnommenen Verzeichnisse von 90 Wörtern, deren Bedeutung sich aus ihrem Gebrauche im Talmud ergiebt, bemerkt er (No. 74 bei Beil-Jakob Debarim atikim 1, 10), dass צנ־־ן (Am. 4, 2) genau das arab. zinnun sei. Dieses Beispiel, das einzige, das wir kennen, stand gewisz nicht vereinzelt da. Ibn Koreisch bedient sich dieser Methode schon in umfassenderem Masze und mit specieller Geltendniachung derselben, währenddem andere Lexikographen von ihr weniger Gebrauch machen oder überhaupt die hebräisch-arabische Sprachvergleichung vermeiden (vgl. Goldziher, Studien über Tancbum Jerusch S. 11—21). Ibn Ganach hat das Verdienst, dieselbe zu einem wesentlichen Factor der hebr. Lexikographie und Wurzelforschung gemacht und sie nach dem Vorbilde Ibn Koreisch7 auch auf dem Gebiete der Grammatik und besonders der Syntaxlehre wenn auch nicht durchgehends so doch betreffs der Erklärung einzelner Constructionen mit Erfolg in Anwendung gebracht zu haben. Den Ertrag seiner Leistungen nach dieser Richtung hin zeigt uns die vorliegende aus dem Jahrgang 1884 der Sizungsberichte de1\ Akademie der Wissenschatten in Wien in Sonder-Abdruclc erschienene Schrift, die zunächst seine an verschiedenen Arten seiner Werke vorgetragenen directen Aeuszerungen über das Verhältnis des Arabischen zum Hebräischen zusammenstellt (S. 1—12) und dann sowol mit den grammatischen (S. 12—24) als auch mit den Wurzel- und Wortvergleichungen (S. 24—54) und sonstigen Analogien (S. 54—6b), die Ibn Ganach zwischen dem Arabischen und Hebräischen aufstellt, uns bekannt macht. Im Anhänge werden auch die von David b. Abraham aus dem Arabischen nachgewiesenen Wörter mitgeteilt und so erhalten wir denn ein recht ansehnliches Material hebräisch-arabischer Sprach- Vergleichungen, dessen Wert nicht als ein blos geschichtlicher anzusehen ist. Der Verfasser hat sein Thema erschöpft und gelegenheitlich auch manche Unklarheit in den Quellen und Citaten durch genauere Einsicht behoben. Die Bemerkung (S. 31) über das Schema etymologicum (Gen. 11, 3) hat auch Jehuda b. Balam in seiner Schrift über die Denominative (s Hakarmel 3 p. 229 und Reifmann das. p. 340). כאלמן אבל Koreisch Ris. p. 75, nach dessen Bedeutung S. 38 A. 1 gefragt wird, ist aus כאלסזאבל verschrieben (s. Geiger jüd. Zeitsckr. 9 S. 60 A ). 33. Le Talmud de Jerusalem traduit pour la premiere fois par Moise Schwab de la bibliotheque nationale. Tome sixieme, Traites Soucca, Rosch ha-schana, Taanit, Meghilla, Haghiga, Moed qaton. Paris, Maisonneuve & Com!). 1883. 8. 4 u. 356 S. Aus dem Umschlagsblatte, auf welchem die Titel der bereits früher