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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 177

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 177)
Language
German
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IRI
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173 gehört. . Diese von anderen vernommene Erklärung, die diesen Worten folgt lautet: בי המשא יהיה משאוי של פורענות למי שאומרו השואל מהמשא• Andrerseits nimmt J, zu 86, 23—32 die von K. im Namen Menachem b. Chelbo’s mitgeteilte Erklärung gemäsz der haggadischen Deutung auf und nimmt von K’s. Widerlegung keine Notiz, so dass anzunemen wäre, er habe dieselbe nicht gekannt. Nach allen diesen Wahrnemungen läszt sich am ehesten darauf schlieszen, dass J. von K. mündliche Mitteilungen oder schriftliche Notizen, entweder von ihm selbst oder durch Vermittlung Anderer erhalten hat, die er bei der Ausarbeitung seines Commentars benuzte. In jedem Ealle ist er von ihm in nicht geringem Masze beeinfluszt. Kara’s Glossen sind zumeist kurz gehalten und fassen nicht selten die Erklärung einer ganzen Gruppe zu einander gehörender Verse in sich zusammen. Von eigenartigen Erklärungen sind besonders folgende zu beachten. ,תיאנתד (2,24) bedeutet: ihre Täuschung (לשו! אונאה ורמייה)! indem derjenige, der das Wüstenthier für Feldarbeiten verwenden zu können vermeint, in seinen Erwartungen getäuscht wird. 33 ,2) ח'טיבי) ist für חרבי gesezt (״du vervielfachst״); in demselben Sinne wird הטיב auch in l. Sam. 20, 12 und in Hos 10,1 gebraucht. Unter dieser Erklärung verbirgt sich ein kritisches Bedenken über die richtige Ueberlieferung der betreffenden Stellen. In 8, 8, 9 will K. ebenso wie Jizehaki die Auffassung, dass der Prophet ausrufe, der Lügengriffel der Schreiber habe die Gotteslehre verfälscht, nicht gelten lassen. Indem er dieselbe stillschweigend umgeht, zieht er den Nachsaz (v. 8), mit welchem er auch v. 9 verbindet, noch zum Vordersaze und läszt nun den Propheten sagen: Wie sprechet ihr ״wir sind weise und haben die Lehre ‘ des Herrn, fürwahr, es hat (jeder Prophet, der eine Strafrede gegen uns geschrieben hat) sich vergeblich bemüht (weil wir nämlich Gottes Lehre befolgen und eine solche nicht anzuhören brauchen) und mit dem Griffel der Lüge schreiben sie (gegen uns), beschämt sehen sie (die Propheten) da u. s. w.“ 9 ,14) נדהם) heiszt: einer, der von Ort zu Ort umherirrt. Das Wort wird also mit יוךך identificirt und die Schluszsilbe einfach nicht beriicksichtigt. 25, 13 wird die Möglichkeit vorausgesezt, dass in einem correcten Schrifttexte;ואן anstatt des zweiten אה stehe, wodurch der Sinn dieser Stelle klarer hervortreten würde. Wie man aus diesen einzelnen Beispielen ersieht, hält sich K. bei seinem Streben, die Schrift ihrem richtigen Sinne gemäsz zu erklären, doch nicht allzu ängstlich an den steifen Wortlaut; die Schriftexegese ist seiner Zeit durch ihn nicht nur wesentlich gefördert, sondern auch so weit geläutert worden, dass sie von der tradirten Deutungsmethode sich völlig emancipiren konnte. — Der Editor dieser Schrift war zugleich auch als Sezer bei ihrer Drucklegung thätig. Bis auf einige Fehler, die nicht diesem, sondern dem Copisteu der Handschrift Last fallen 1), ist der Text völlig correct. % *) Einige derselben mögen hier verbessert werden. S. 3 Z. 11 v. u. f. ״5 .8 •שתשדד •1 שמשדד Z• 6 v. 0. f. נשפט •1 שפט♦ s. 7 z. 4 v. u.

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