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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 168

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 168)
Language
German
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164 Berühmtheit gelangt. Ueber die Anfechtungen, die er im engeren Kreise seiner Gemeinde, die damals in zwei Parteilager (Kann’sche und Kulp’sche1) geteilt war, zu bestehen hatte, erfahren wir erst durch den Verf. (III, S. 11 ff.) das Nähere. Die Kulp’schen waren Gegner R. Josua’s (12 ההאבקותb) und standen daher auf Eybenschütz’s Seite. Sie suchten Jakob Emden’s Plan, eine Opposition der Rabbinen mit R. Josua an der Spitze gegen Eybenschütz zu organisiren, von Vorneherein zu vereiteln, indem sie ihm auf das Schreiben, in welchem er den Frankfurter Rabbiner aufgefordert hatte, Eybenschütz den Fehdehandschuh hinzuwerfen, eine angeblich von R. Josua Unterzeichnete, aber in Wirklichkeit gefälschte Antwort zukommen lieszen, die eine Ablehnung dieses Vorschlags enthielt (ib. 12 b). Dadurch kam es, dass der bereits am 18. Schebat 1751 abgesendete Brief Emden’s (vgl. 1° שפת אסחa uncl 12 ההאבקות a) erst etwa ein Vierteljahr später, nachdem sich in fortgeseztem Briefwechsel das Miszverständniss aufgeklärt hatte, von R. Josua beantwortet wurde (7. Siwan s. 16 ש״אb). Zwei Tage später richtete er an R. Jonatan, dem er schon zu wiederholten Malen indirect geraten hatte, durch das Eingeständniss seines Irrtums den Ausbruch des Streites zu verhüten, das bekannte Ermahnungsschreiben (s. S. 30), dessen wahrscheinlich durch übereifrige Parteigänger Emden’s erfolgte Drucklegung — ein Sohn R. Josua’s bezeugt, dass dieser seine Hand nicht dabei hatte (Luchot Edut 79 b) — den Streit in die Oeffentlichkeit hinaustrug; Auf einen solchen Vorschlag konnte R. Jonatan natürlich nicht eingehen. Ein Geständniss, dass er je sabbatianischen Lehren gehuldigt habe, wäre, da er damit auch alles Vertrauen für die Zukunft verloren hätte, einer moralischen Selbstvernichtung gleichgekommen und hätte seinen Feinden eine mächtige Waffe in die Hand gegeben. Auch seine Freunde hätten, wenn ihnen auch der Angriff von gegnerischer Seite als *gerechtfertigt erschienen wäre, R. Jonatan’s Feinden den Triumph nicht ge- *) Jakob Emden (2 התאבקות b) berichtet, dasz zur Zeit, da Eybenschütz in Frankfurt war, der Streit zwischen den Parteien begonnen habe. בעת ההיא התחילה המריבה שם אז יחלק העם בפ'פ לחצי נעשו שני צדדים קאנשי וקולפשי . - E. befand sich damals auf der Reise nach Altona, wo er am 18. Elul 1750 sein Amt antrat. (Emden ib. 4 a בפרשת התוכחה יצח״ק בא המין לק' א' (לטונא) mit Witziger Anwendung eines Passus in Gen. 24, 62. ״Es kam der Lächerliche“). In der That tauchen diese Parteinamen erst seit 1749 auf (s. S. 22). E. wurde damals auch von Joel Engers freundlich empfangen (Luchot ha-Edut 16a). Im Jahre 1742, in welchem er als Rabbiner nach Metz einzog (s. Bechinot Olam mit jüdisch deutscher Uebersezung von Isak Auerbach Ed. Sulzbach 1744 Titelbl.) hatte er sich ebenfalls in Frankfurt aufgehalten (s. תפארת ישראל zu J. D. 194, 3 bei Auerbach Gesch. d. Juden in Halberstadt S. 194 A; die Ed. Zollkiew 1802 hat die unmögliche Jahreszahl תק״לב).

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