Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 167)
- Language
- German
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163 der verschiedenen Argumente und Gesichtspunkte, welche bei der Beurteilung eines zur Frage stehenden Falles in Betracht kommen können, kann man besonders da erkennen, wo er durch die von anderen Autoritäten abgegebenen Gutachten veranlaszt wird, zu wiederholten Malen auf denselben Gegenstand zurückzukommen * 1 2). Auch in den Kampf gegen den damals florirenden Sabbatianismus wurde Jakob Popers, der sich schon vermöge seiner Stellung demselben nicht entziehen konnte, mit hineingezogen (s. S. 87, 88), doch gab er der von dem Hamburger Rabbiner R. Ezechiel, mit dem er in Correspondenz stand (s. Resp. Keneset Jecheskeel No. 69), an ihn gerichteten Aufforderung, in dem bereits geplanten energischen Vorgehen gegen Jonatan Eybenschütz die Initiative zu ergreifen, nur insoweit Gehör, als er von demselben und von einem als Krypto-Sabbatianer verrufenen Verwandten (Simcha Popers) Aufklärungen darüber verlangte. Diese bestimmten ihn zu der Anname, dass R. Jonatan, gegen den er schon wegen seiner Familienbeziehungen die schonendste Rücksicht zu üben sich veranlaszt sah, die sabbatianischen Anschauungen als eine unschuldige Kinderei, mit der er sich einst abgegeben, längst überwunden habe (s. התאבקות Ed. Lemb. 1 b; -). R. Jakob starb 1740 (vgl. Jakob Berlin זכרו[ יעקב l^a)״ Sein Sohn R. Wolf und sein Enkel R. Samuel, Sohn des Vorgenannten, waren nach einander Rabbiner in Friedberg (lezterer mindestens seit 1768 s. Josef Darmstadt 65 עץ יוסףb; 1763 approbirt noch r. Wolf Levita’s מסרח המסרח Ed. Sulzbach 1771). Ueber sonstige Verwandte Popers, dessen Stammbaum Carmoly in Händen gehabt hat (Revue orientale III, 247), vgl. Phöbus Cohen הלכה ברורה Vorr. — Jakob Josua Falk, der Nachfolger Popers’, ist unter den Talmudisten durch seinen geschäzten Talmudcommentar und unter den Geschichtskennern durch seinen Kampf gegen Jonatan Eybenschütz zugroszer in seinem Vorhaben, eine correcte Pentateuchausgabe herzustellen, unterstüzte (s. Vorr. zu אור חודה Ed. Homburg), teilte er einiges von dem Inhalte dieses Responsums mündlich mit (s. das. 3b, 11b). Er gab demselbe überhaupt in diesbezüglichen Fragen manche nüzliche Belehrung (s. Vorr. das. u. 26b, 28 a.) 1J So z. B. in der vom Verfasser (S. 83 —85) erwähnten 'Correspondenz über die Frage, ob ein ärztliches Votum in religionsgesezlicher Hinsicht als maszgebend erachtet werden könne (vgl. über die Literatur derselben Resp Elieser Lipschütz No. 2), und in dem Briefwechsel* mit seinem Schüler Mordechai Düsseldorf über einen Erbschaftsprocess (s. Resp. Maamar Mordechai No. 66—72; unvollständig in Resp. Jakob Popers No. II, 30, wo auch der Umstand nicht erwähnt wird, dasz der damalige Rabbinatsassessor Salomon Geiger sich in diese Angelegenheit eingemischt; und Mordechai Düsseldorf eine Angabe über einen von Jakob Popers mündlich erteilten Bescheid gemacht hat, die von diesem dementirt wurde). 2) Vgl auch das Schreiben Simcha Popers in Luchot Edut 24 b. 11*