Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
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— 162 z. Mischna 64b). Auch iu seinen Responsen, in denen er mehr darauf angewiesen war, betreffs specieller Fälle richtige Analogien und oft weit abliegende Beweise und Belege aufzufiuden, worin er in der That sich äuszerst gewandt zeigt, ergeht er sich nicht selten in Ausführungen, die zwar ihr Thema von neuen Gesichtspunkten aus beleuchten, aber doch nicht dazu geeignet sind, praktischen Entscheidungen eine solide Grundlage zu geben 1). Bei der Gründlichkeit und x\usführlichkeit der Motivirung, die sich in seinen nach seinem Tode herausgegebenen Gutachten zu erkennen giebt, waren solche auch dem damaligen Zeitgeschmäcke entsprechende Auseinandersezungen nicht zu vermeiden die übrigens auch auf dem Gebiete der Casuistik, deren Pflege ihn und seine Frankfurter Amtsgenossen in hohem Masze in Anspruch nahm2), nicht so üppig hervortreten konnten. Diese selbst die fernsten Momente ins Auge fassende, den Gegenstand völlig beherrschende Gründlichkeit entfaltet er auch in der Behandlung von Fragen, die ein selbständiges, nicht blos auf Kenntniss der talnmdischen Literatur sich stüzendes Urteil erfordern3;. Die genaue Prüfung und sorgsame Erwägung *) Juda Mehler bemerkt ihm in seiner Replik auf das in Resp. Maamar Mordechai No. 10 abgedruckte Gutachten ״es sei nicht ziemlich, ein Urteil in wichtigen Fragen auf ein pilpulistisches Raisonnement zu stüzen, das wol nur dazu gedient haben mag, den Scharfsinn der Jünger anzuregen“ (in Resp. Jakob Popers 1 N. 61 ist das mit diesen Worten schlieszende Stück weggelassen). Jakob Popers bezeichnet (No. 12) die diesbezügliche von Mehler beanstandete Ausführung selbst als ״gewöhnlichen Pilpul“, erklärt aber zugleich auch, dasz er sich nur auf wichtige Argumente gestüzt habe, deren Rechtfertigung ihm nicht schwer falle. Aehnlich äuszert sich über ihn Jonatan Eybenschütz (s. Resp. Or Neelam Nr. 37;: ואף שהגאון מהר׳יך זצ׳ל בתשובתו שב יעקב בקש להוכיח ע׳ז בנה יסוד הדין דבר זה אינו הגון לגאון כמותו לבנות ימוד הדין על שמוע רעוע כזו ורחוק מכוונת התוספות וגמרא שאין אומר ואין דברי' כלל _ מחשש שאלה וראוי לומר לחרד התלמידים אבל לא באמת כוונת התוספות• Ein woi in der uebereilung begangenes auffälliges Missverständniss wird ihm in Korban Netanel zu Jebam. VIII (Ed. Karlsruhe 90b) nachgewiesen. 2) Sein Schüler Jakob Löb b. Chanoch (Yorr. zu לש□ זבח Ed. Altona) berichtet hierüber: חכמים גדולים שמשתי ה׳ה הגאון מיה׳רי הכהן אב׳ד׳ ור׳ם דק׳ק ס'פ דמי] בעל מחבר שב יעקב והרב הג' מיה׳רר משה קן וה׳ה החריף מהו׳רר יעקב זאמשט ב'מ ם׳ חדות יעקב הם היו רבנים גדול־ם והיו טרודים בצרכי צבור ופסקו דינים ולא שמו עיון הל׳ת לעיקר כאשר עשיתי• 3) Vgl. I No. 56, 57 über die Scription des Namens כדרלעמר u״ a* Wort er. (Das unverständliche מג לשוינן Mas. parva zu Gen. 14, 4 emendirt er in ללשירץ was dem Sinne nach richtig ist. Das Wort ist wol eher aus לשטין corrumpirt). Dem Masorakenner Elia Wilner, den R. Jakob Popers