Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 163)
- Language
- German
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159 richtig bemerkt (S. 56), als ein Geistesverwandter Samuel Kaidenower's, so dass in der That auch diesem die Correcturen der Talmudausgabe Frankfurt- Amsterdam irrtümlich zugeschrieben wurden (Josef Steinhardt Resp. No. 14 Ed. Fürth 21a). — 1704 trat Naftali b. Isak Koben (vgl. über ihn Carmoly in Ben-Chananja 5, S. 86 if.) sein Amt in Frankfurt an. Er hat durch den am 24. Tebet 1711 wahrscheinlich in Folge einer Unvorsicht1) ausgebrochenen Brand viel \011 sich reden gemacht. Eine merkwürdige Logik des Zufalls liegt in dem Umstande, dass dieser Ungltickaag acht Jahre später sein Sterbetag wurde (Zunz Literaturgesch. S. 445), der bekanntlich von einem Wundermythus umgeben ist. Seinen Commentar zum Tractate Berachot, der sich weniger durch Kunststücke des Scharfsinns als durch Faszlicbkeit und logische Klarheit des Gedankengangs auszeichnet2), charakterisirt er selbst am Besten mit der Erklärung, dass er redlich zu Werke gegangen sei ״wie ein ehrlicher Mann, der sich nicht darauf versteht, mit seiner Weisheit Täuschung zu bewirken“ (סמיכיח חכמים s col. b). Er hebt es besonders hervor, dass er in seinem Commentar die Stellen, an welchen an dem Texte der Schriftstellen zu Deutungszwecken eine Aenderung vorgenommen wird (Al thikrej, auf eine einfache Weise erklärt habe (ib. col c.). Er hatte auch, wie er daselbst berichtet, sich die Aufgabe gestellt, aus zerstreuten talmudischen Partien eine Gemara zur ersten Mischnaordnung zusammenzustellen (das.). — Unter den Rabbinatsassessoren dieser Zeit erscheint S. 73 ein R. Salomon Riudskopf, der nach dem Memorbuch einen Commentar zur Massora verfaszt hat. Das 1730 in Wilmersdorf gedruckte Werk יתורח יוסף in welchem die pentateuchische Massora haggadisch ausgelegt wird, hat einen Frankfurter, Josef b. Mose ך;/ק (Abbreviatur jenes Familiennamens), zum Verfasser, der wahrscheinlich die Arbeit seines Verwandten Salomon benuzt hat oder sie vielleicht gar in diesem Werke uns darbietet. Gedruckt wird dieses stück mit den Worten ביאור אש*־־ נשאלתי מאדונינו מ׳ו הגאון אב׳ד ור׳ם במוהה׳ו־ שמואל ר׳ח ר' ישעיה ו׳ל registrirt. ף .Unter den vielen von Schudt angeführten Ursachen (vgl. S. 66—60) ist wol diejenige als wirklich anzusehen, die am wenigsten sagenhaft klingt. Die Berichte jüdischer Autoren geben nur das Thatsächliche an. 2) Es fehlt in denselben auch nicht an trefflichen Conjecturen, von denen folgende (zu Ber. 12 b) als höchst beachtenswert hier angeführt sein mag: ..□הקשה הג' מה׳רשא בח'ה אמר חמשה דברי□ וקאהשיב ששה דברי ואי לאו דמסהפינא הייתי אומר שהם רק ארבעה דבריה וחמשה היא אלא ארבעה בלבד (». Berach. 51a, wo noch ,סימן כמו גבי בום של ברבר in manchen Texten וסי' המשהsteht)דאמר אייבעה שהן חמשה הוא סימן הי ימלא שטיפה הדחה כן הוא כאן אף שלא אמר בפירוש ארבעה שהן חמשה כדאמר התם והסימן הוא היטין ׳מצרים שאר מצות הרהור ופירוש חיטין היינו, מצות ציצית׳ מצרים היינו יציאת מצרים שאר מצות היינו עול מצות ובכללן מינות כ״נל הרהור היינו הרהור עבירה וע״ז והכל בכלל הררזור כ״נל• Diese Erklärung hat Vieles für sich.