Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 161)
- Language
- German
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157 dem Commentare, mit welchem Mose b. Salomo Halevi, der, wie es scheint aus Zolkiew stammte1) (s. Appr. v. Asriel Brilon und Juda Reutling) und in Frankfurt sich ansäszig gemacht hatte, einige Abhandlungen Asarja de Fano’s versah. Mose Halevi hatte dieselbe wahrscheinlich dem Umstande zu verdanken, dass Mendlin Basz den eigentlichen Autor desselben, R Lob b. Samuel (in den Collectaneen Ostrapoli’s, Anh. zu □קרני 'D Ed. Amst. המקובל מדה״רר ליב genannt), dessen diesbezügliche Erläuterungen Salomo Levi durch seinen Lehrer Arje Löb, der sie noch weiter ausführte, mitgeteilt erhielt, noch persönlich gekannt hat2).—Von hervorragender Bedeutung war der, wie wir nun aus sicherer Quelle erfahren, 1667 zum Rabbiner der Frankfurter Gemeinde erwählte Samuel Kaidenower. Seine textkritischen Arbeiten, die über einige wenig durchforschte Teile des Talmuds und seiner Commentatoren sich erstrecken, sind von bleibendem Werte. Nicht lange vor ihm hatte auch Chajim Schon* im Verein mit einem gelehrten Collegen den lange vernachlässigten Text jener Talmudtractate einer gründlichen Revision unterworfen (vgl. □'צא[ קדש Vorw. d. Herausg.), wovon er aber nichts erfahren hat. Ueber die Schriften seiner Zeitgenossen, die Einsicht und Gedächtniss verwirren, spricht er sich überhaupt miszbilligend aus (s. J. M. Zunz J1* liazedek p. 120), doch war er der Kabbala, wie man aus seinen Bemerkungen zum Pentateuch3) ersieht und nach dem Inhalt des von seinem Sohne verfaszten Sittenbuches darauf schlieszen kann, keineswegs so abhold, dass ein Rückgang des Studiums derselben seinem Einflüsse zugeschrieben werden könnte. Vor Anstellung seines Nachfolgers Jesaia Hurwitz scheint Hirsch aus Lublin in Aussicht genommen worden zu sein, von welchem der Ergänze!* des Zemach David berichtet, dass er als Rabbiner in Frankfurt aufgenommen worden und 1682 ans dem Leben geschieden ist. Dass Jesaia bereits 1678 seine Stelle angetreten hatte, konnte man aus der Approbation zu מהדורא בהרא לס' נחלת שבעה Ed. 1681 und Rcsp. Chaw. Jair 232b ersehen. Vordem war er Kabbiner in Leipnik (s. קטרת הסמים ^PPr) und Giinzburg (■3. Saltaro, Mikweh Jisrael 34 a). Auszer einzelnen Gutachten (s. das und Chawot Jair4) 115, 117, 120 u. a) und Bemerkungen, die sein Sohn Abraham 1J Er nennt Jakob von Lublin seinen Lehrer 2) Auch der das Buch approbirende Mainzer Rabbiner Natan b Isak Jakob Bonn war ein Frankfurter. Er ist der Verfasser der unter dem Titel □שכחת הלק gedruckten Nachträge zum Jalkut Renbeni, wie bereits von Wolf (bibl. III p. 852) richtig bemerkt wird. 3) Gleicher Art werden wol auch seine homiletischen Vorträge gewesen sein, auf welche er sich in Birchat hasebach zu Tem. 16 a beruft. 4) No. 29 (S. 55 A. 3) ist von Meir Grotwol, vgl auch No. 24, 25, 75. Derselbe war, ehe er nach Frankfurt kam, auch in Cleve und Trier Rabbiner gewesen und erhielt von Frankfurt aus einen Ruf nach Mainz (Z. D.) Als Rabbiner von Trier correspondirte er mit Jakob Reischer (s.