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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1885-01-01 · VII. (1885) · page 160

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
VII. (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 160)
Language
German
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156 war überhaupt nicht der Mann, der seine Meinung vorsichtig verbarg Die Entrüstung, mit der er sich über die Schmeicheleien, die man notorischen Gesezes- Übertretern und unmoralischen Menschen ihres Reichtums wegen entgegenbringt, ausspricht (s Git. Ende), läszt uns in ihm einen Mann von offenem Charakter erkennen. — Im J. 1644 wurde Menachem b. Isak AbigdoFs (Mendlin Basz *) zum Rabbiner erwählt Der Ergänzer des Zemach David berichtet, dasz er in seinen lezten Lebensjahren einen Ruf nach Posen erhalten habe und 1667 gestorben sei. Leztere Angabe wird auch durch das Memorbuch (s4 S 49) bestätigt. Es sind blos einige seiner Responsen (Chinuch bet Jehuda No 45, Chut haschani No. 52 * 1 2 3), 74) bekannt geworden. Dass er aus Verehrung für die Frankfurter Gelehrten eine von ihm getroffene Entscheidung fällen gelassen habe, geht aus Ch. b Jeh. No. 45 (s. S. 40) nicht hervor. Er fand vielmehr die in dem Responsum David KohenV) angegebenen Gründe für so triftig, dass er ihnen gegenüber seine Ansicht nicht aufrechterhalten mochte. Er wollte der Ueberflutung der Literatur mit schlechten Schriften durch Versagung der damals unentbehrlichen Approbation Einhalt thun (s Approb. zu 'n צבאות Ed. Hamb, citirt v. Michel Scheyer, Approb. zu Resp. Schebut Jakob Th. 3, von Asriel Wilna in der Vorr. zu Lonsano’s Or Tora mit Commentar סכחב מאליה und in ראב״יח v. Mislahagi 20 b). Das hat ihn aber früher nicht gehindert, das nachher mit Recht in Verruf gekommene Emek hamolech, dessen mit kabbalistischer Weisheit prunkender Verfasser seine phantastischen Deductionen an fälsch citirte Bibelstellen anlehnt (vgl. Straszun in Hakarmel I, 137), für die Veröffentlichung zu empfehlen. Der Verfasser verweist (S. 45; auch auf M.’s Approbation zu talmud. Deutung anders und richtiger als Raschi. Ketub. 53 a hat er über סימן דגברי (s• Jahrb. 2 S. 62 A. und Lattes saggio 1, 81; 2, 24) das Riehtige. In einer Bemerkung zu Bab. bat. 110 a deutet er an, dasz das Wort לעבודה ורה hier gar nicht in dem uneigentlichen Sinne, der ihm in! Talmud hier beigelegt wird, verstanden werden müsse. Eine Erklärung der Stelle Kid. 30a, deren Inhalt klar ist, ist hier nicht beabsichtigt. Sehr scharfsinnig ist die in חפארת הגי~שוני a in seinem Namen mitgeteilte Erklärung einer Midraschstelle. 1j So heiszt er in Z. D. (d. Schreibung פאס ungenau) und auf dem Titelblatte der Resp. Meil Zedakah. 2) Der Anhang zu demselben ist von einem Frankfurter Rabbinatsassessor Chajim Juda b. Jakob gefertigt, der in der Uebcrscbrift ל׳חיים שמיץ genannt wird. Es ist derselbe, der Mose Levi’s Comm. zu den עשרה מאמריה (Ed. Amst. 1649) approbirt. 3) Dieses Responsum ist ihm wol nur handschriftlich Vorgelegen. Der Frankfurter Kalman Koben wird auch in 18 ךר;קb (שמעהי ממהר׳ק כ׳ץ מנוחתו פה ק׳ק פ'פ) und öfter in Lipmau Heiier's □האש rwin (s• d• Auszüge in Reischers סלת למנחה) genannt.

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